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    Zuletzt aktualisiert: 11.10.2012 um 18:15 UhrKommentare

    Türkei zieht sich Unmut Putins zu

    Die türkische Luftwaffe zwang ein Passagierflugzeug aus Moskau zur Landung. Der Verdacht: Die Maschine habe Waffen für Syrien ab Bord gehabt. Russlands Präsident sagt Türkei-Besuch ab. Syrien wirft Türken "Luftpiraterie" vor.

    Foto © APA

    Die Bilder erinnerten an Flugzeugentführungen in den 80er Jahren. Abgeschirmt vom Rest des Flughafens, militärisch gesichert, stand ein Airbus der staatlichen syrischen Flugzeuggesellschaft Syrien Air am Ende eines Rollfeldes. Eine Treppe war an die vordere Kabinentür herangerollt worden, undeutlich erkennbare Personen kamen und gingen in das Flugzeug.

    Kurz zuvor hatten türkische Nachrichtenagenturen gegen 21 Uhr örtlicher Zeit gemeldet, ein syrisches Zivilflugzeug mit 37 Passagieren an Bord sei von zwei türkischen F-16 Kampfflugzeugen zur Landung auf dem Flughafen Esenboga in Ankara gezwungen worden. Die syrische Passagiermaschine kam aus Moskau und wollte nach Damaskus.

    Widersprüche

    Während zunächst erst einmal Verwirrung herrschte, meldete das türkische Außenministerium dann, es gäbe Informationen, dass die Maschine nicht deklariertes militärisches Gut befördern würde, weshalb die türkische Regierung die Landung erzwungen habe, um das Flugzeug zu durchsuchen. Einige Stunden später hieß es dann, es sei verdächtige Ladung beschlagnahmt worden. Nach Angaben verschiedener türkischer Medien soll es sich dabei um Raketenteile und/oder militärisches Kommunikationsgerät handeln. Gegen 1 Uhr morgens erhielt der Airbus dann die Erlaubnis, nach Damaskus weiterzufliegen.

    Dieser türkischen Version widersprechen sowohl Russland als auch Syrien vehement. Beide bestreiten, dass in dem Flieger irgendeine Art militärisches Gerät transportiert worden sei. Ein Sprecher der russischen Rüstungsexportindustrie sagte der Agentur Interfax: "Es waren keine Waffen oder irgendwelche Systeme für Kampftechnik an Bord. Wir liefern zwar nach wie vor Waffen an Syrien, aber auf den üblichen legalen Wegen und nicht unter illegaler Nutzung einer Passagiermaschine". Die russische Regierung fordert nun von der Türkei genauere Angaben darüber, was für Militärtechnik angeblich beschlagnahmt worden sei. Syriens Regierungssprecher bezeichnete die erzwungene Landung des Flugzeuges als Luftpiraterie, die die Türkei im Auftrag eines anderen Staates durchgeführt habe. Tatsächlich wird von vielen Beobachtern in der Türkei vermutet, dass der Hinweis auf den angeblichen Waffentransport im Passagierjet vom amerikanischen Geheimdienst stammt, der seit Längerem versucht, alle Waffentransporte nach Syrien zu überwachen. Die bislang eher vagen Äußerungen der türkischen Regierung könnten darauf hindeuten, dass die ganze Aktion ein Flopp war.

    Njet aus Moskau

    Allerdings hat der Einsatz der Luftwaffe gegen das syrische Passagierflugzeug bereits zu erheblichen Konsequenzen geführt. Die russische Regierung ist über die Türkei ernsthaft verärgert. Präsident Wladimir Putin, der für Montag zu einem Staatsbesuch erwartet worden war, hat seine Türkeireise abgesagt beziehungsweise auf unbestimmte Zeit verschoben. Dabei sollte bei dem Treffen zwischen Ministerpräsident Erdogan und Putin neben Öl - und Gaslieferfragen natürlich auch über Syrien geredet werden.

    In Ankara wollte man vor allem wissen, wie Putin reagieren würde, wenn die türkische Armee die syrische Grenze überschreitet, um eine so genannte Pufferzone auf syrischem Territorium zu errichten. Seit Anfang dieser Woche verlegt die türkische Armee immer mehr Soldaten und schweres Gerät an die knapp 900 Kilometer lange syrische Grenze. Auch Kampfflugzeuge wurden auf grenznahe Stützpunkte in Diyarbakir und Malatya verlegt. Am Mittwoch besuchten Generalstabschef Özel und Heereschef Kivrikoglu den Grenzort Akcakale und erklärten, die Türkei werde zukünftig härter zurück Die Botschaft an Damaskus ist: Jeder weitere Zwischenfall kann zu einem Krieg zwischen der Türkei und Syrien führen.

    Quelle: APA

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