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    Zuletzt aktualisiert: 05.10.2012 um 22:45 UhrKommentare

    Türkische Armee schlug wieder zu

    Wer die Abwehrfähigkeit der Türkei testen wolle, mache einen tödlichen Fehler, sagte der türkische Ministerpräsident Erdogan - man sei nicht weit von einem Krieg enfernt. Unterdessen gab es erneut Vergeltungsangriffe auf Syrien.

    Foto © APA

    Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat Syrien vor einem weiterem Beschuss seines Landes gewarnt. Wer die Abwehrfähigkeit der Türkei testen wolle, mache einen tödlichen Fehler, sagte Erdogan am Freitag bei einer Kundgebung in Istanbul. "Wir wollen keinen Krieg, aber wir sind nicht weit davon entfernt". Ihre jetzige Position habe die türkische Nation durch Kriege gewonnen.

    Erneut zurückgeschossen

    Nach einem Granatangriff aus Syrien hat die türkische Armee in der Region Hatay am Freitag neuerlich zurückgeschossen. Gouverneur Mehmet Celalettin Lekesiz erklärte, dass eine in Syrien abgefeuerte Mörsergranate in einem Feld im Grenzgebiet detoniert sei. Das türkische Militär habe daraufhin sofort das Feuer erwidert. Über die Auswirkungen des Artillerie-Gegenangriffs lagen zunächst keine Angaben vor.

    Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Dorfes Asagipulluyazi in der Provinz Hatay. Auf türkischer Seite gab es keine Verletzten, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Anwohner berichten über einen heftigen Knall. Sie gingen zunächst davon aus, dass es sich um einen Erdbeben handelt. In der Nähe spielende Kinder berichteten jedoch von einem Gegenstand, "der vom Himmel fiel". Die Granate explodierte in einem Olivenhain. Das nächste Haus befand sich nur 100 Meter entfernt.

    Unterdessen hat zwei Tage nach dem Bombenanschlag im syrischen Aleppo mit 34 Toten der UNO-Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Tat scharf verurteilt. Der Sicherheitsrat machte in seiner Erklärung eine dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Gruppe für die Morde verantwortlich. Die radikal-islamische Al-Nusra-Front hatte sich zuvor auch zu dem Anschlag bekannt.

    Hochburg der Oppositionellen

    Syrische Aufständische haben offenbar am Freitag in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus einen Helikopter der Regierungstruppen abgeschossen. Der Hubschrauber habe Stellungen der Rebellen im östlichen Bezirk Guta angegriffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. Guta und Umgebung gelten als eine Hochburg der oppositionellen Freien Syrischen Armee.

    Bereits am 20. September hatten die Rebellen nach Angaben der Beobachtungsstelle einen Militärhelikopter in der Stadt Duma, 13 Kilometer von Damaskus entfernt, abgeschossen. Seit Beginn des Aufstands gegen die syrische Regierung teilten die Rebellen wiederholt mit, Helikopter oder Flugzeuge der Armee zum Absturz gebracht zu haben.


    Vorgeschichte

    Eine syrische Granate war am Mittwoch in einem türkischen Grenzort eingeschlagen und hatte fünf Menschen getötet. Die Türkei griff daraufhin am Mittwochabend und erneut am Donnerstag aus Vergeltung einige Ziele in Syrien an, betonte aber später, das Land strebe keinen Krieg an. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Vorfall.

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