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    Zuletzt aktualisiert: 16.09.2012 um 10:22 UhrKommentare

    USA ziehen Diplomaten ab

    Die US-Regierung hat nun ihr Botschaftspersonal aus dem Sudan und Tunesien zurückbeordert und zugleich eine Reisewarnung ausgegeben. In beiden Ländern hatten wegen eine islamkritischen Films Demonstranten versucht, in die US-Botschaften einzudringen.

    Foto © APA

    Angesichts der gewaltsamen Proteste gegen den Mohammed-Schmähfilm hat die US-Regierung ihr Botschaftspersonal aus dem Sudan und Tunesien zurückbeordert und zugleich eine Reisewarnung für die beiden Länder ausgegeben. Alle Angehörigen sowie das nicht dringend benötigte Botschaftspersonal werde aus den beiden islamischen Ländern evakuiert, teilte das US-Außenministerium am Samstag mit. US-Bürgern wurde davon abgeraten, sich in Tunesien und Sudan aufzuhalten.

    In beiden Ländern hatten Demonstranten versucht, in die US-Botschaften einzudringen. In Khartum starben drei Menschen, als die aufgebrachte Menge die US-Botschaft stürmte. Washington warf der sudanesischen Regierung vor, die diplomatische Vertretung nicht ausreichend zu schützen. Daher schickte das Pentagon Marineinfanteristen ins Land. In Tunis kamen vier Menschen bei Angriffen auf die US-Botschaft ums Leben. Im libyschen Benghazi waren vier US-Amerikaner, darunter Botschafter Christopher Stevens, beim Sturm aufs US-Konsulat ums Leben gekommen.

    Anlass für die Erregung in der islamischen Welt ist ein in den USA produzierter Film, in dem Glaubensgründer Mohammed als Kinderschänder und Frauenheld dargestellt wird. Der Film mit dem Titel "The Innocence of Muslims" wurde bisherigen Erkenntnissen zufolge von einem bei Los Angeles lebenden koptischen Christen hergestellt.

    Bangladesch fordert Verbot von Schmähvideo

    Die Regierung von Bangladesch hat sich indes für das Verbot des Schmähvideos ausgesprochen. "Ich werde die Regierung der Vereinigten Staaten dazu anhalten, den umstrittenen Film zu verbieten und eine Bestrafung der Produzenten zu garantieren", sagte Ministerpräsidentin Sheikh Hasina am Sonntag in der Hauptstadt Dhaka. Kein Muslim könne eine Verunglimpfung des Propheten Mohammed tolerieren.

    Bereits am Samstag hatte die Regierungschefin das Video scharf verurteilt und erklärt, die Anstachelung zum Hass könne nicht mit dem Recht auf Meinungsfreiheit gerechtfertigt werden. Etwa 90 Prozent der 160 Millionen Einwohner von Bangladesch sind Muslime.

    In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind unterdessen am Sonntag Hunderte junge Menschen auf die Straße gegangen. "Tod für Amerika", skandierten die Demonstranten, bei denen es sich nach Polizeiangaben vorwiegend um Studenten handelte. In der Nähe der Universität blockierten sie demnach eine Straße. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit einem Großaufgebot von Beamten im Einsatz.

    Die Polizei gab die Zahl der Protestierenden mit 1500 an und sprach von einer "friedlichen Kundgebung". In den vergangenen Tagen hatte es in der muslimischen Welt zahlreiche Demonstrationen gegen das Video gegeben, in dem unter anderem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. Viele von ihnen schlugen in Gewalt gegen westliche Botschaften um.

    Demonstranten in Paris verhaftet

    Bei einer nicht angemeldeten Demonstration vor der US-Botschaft in Paris gegen das islamfeindliche Schmähvideo hat die Polizei etwa 150 Menschen vorläufig festgenommen. Ihre Identität wurde überprüft. Zwei Personen wurden nach Polizeiangaben bei der Aktion am Samstag wegen Widerstands inhaftiert. Vier Polizisten seien bei den Aktionen leicht verletzt worden.

    Die Situation vor der US-Botschaft war am Sonntag wieder ruhig. Besondere Sicherheitsmaßnahmen waren nicht zu erkennen. Die nicht angemeldete Aktion wurde vom Rat der Muslime in Frankreich verurteilt. "Muslime müssen legale und juristische Mittel einsetzen, um ihre Religion zu verteidigen", sagte der Präsident der Verbandes, Mohamed Moussaoui, der Nachrichtenagentur AFP.

    Quelle: APA

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