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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2012 um 13:10 UhrKommentare

Al-Kaida heizt Proteste an

Die radikal-islamische Al-Kaida hat die Muslime weltweit zu weiteren Angriffen auf Botschaften und Diplomaten der USA aufgerufen. Der umstrittene Mohammed-Film sei Teil eines Kreuzzugs gegen den Islam.

Die antiamerikanischen Proteste reißen nicht ab

Foto © APDie antiamerikanischen Proteste reißen nicht ab

Die Attacken wütender Muslime gegen Botschaften der USA und anderer westlicher Länder in den vergangenen Tagen seien die "natürliche Antwort auf eine enorme Beleidigung" gewesen, teilte die Organisation Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel am Samstag auf ihrer Internetseite mit. Der in den USA veröffentlichte Schmähfilm gegen den Propheten Mohammed sei Teil eines Kreuzzugs gegen den Islam. Der Vorfall sei so groß, dass alles darauf konzentriert werden sollte, "die Botschaften Amerikas aus muslimischen Ländern rauszuwerfen". Wer immer auf amerikanische Botschafter oder Diplomaten treffe, sollte dem Beispiel der Libyer folgen, die den US-Botschafter getötet hätten.

Die Ausschreitungen in islamischen Ländern halten seit Tagen an. Am Dienstag wurden zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 bei einem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi (Benghazi) der amerikanische Botschafter und drei Mitarbeiter getötet. Bei Übergriffen auf westliche Botschaften wurde am Freitag unter anderem die deutsche Vertretung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gestürmt und in Brand gesetzt. In Tunis drangen Demonstranten in die US-Botschaft ein und legten Feuer an der amerikanischen Schule in der tunesischen Hauptstadt. Dabei wurden zwei Menschen getötet, wie das tunesische Innenministerium am Samstag mitteilte. Am Freitag war zunächst von drei Toten berichtet worden.In Kairo wurde Sicherheitskreisen zufolge ein Demonstrant bei Zusammenstößen mit der Polizei in der Nähe der US-Botschaft getötet.

Der jemenitische Al-Kaida-Zweig, der von den USA als der gefährlichste eingestuft wird, rief zudem die Muslime in den westlichen Ländern auf, auch dort Schlüsseleinrichtungen der jeweiligen Staaten anzugreifen.


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