Brahimi als neuer UN-Syrien-Beauftragter im Gespräch
Der algerische Ex-Außenminister Lakhdar Brahimi soll neuer Syrien-Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga werden. Die Konferenz im Iran brachte indes keine Ergebnisse.

Foto © Reuters Lakhdar Brahimi
Die Entscheidung über den neuen Sonderbeauftragten werde wohl Anfang kommender Woche verkündet, berichteten die Diplomaten am Donnerstag. Die Wahl könne in letzter Minute aber auch auf jemanden anderen fallen, wenn wichtige Mitgliedsländer Vorbehalte gegen den Kandidaten anmelden sollten.
Der neue Sonderbeauftragte wird Nachfolger des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan, der zum Monatsende aus dem Amt scheidet. Annan hatte seinen Rücktritt damit begründet, dass sich die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats im Syrien-Konflikt gegenseitig blockierten.
Der 1934 geborene Brahimi war von 1991 bis 1993 algerischer Außenminister. Er war später im Auftrag der UN in zahlreichen Krisenherden als Vermittler tätig, darunter in Afghanistan und im Irak.
Syrien-Konferenz ohne Ergebnisse
Auch der Iran hat nicht zur raschen Lösung der Syrienkrise beitragen können. Eine eintägige Syrienkonferenz in Teheran endete am Donnerstag ohne konkrete Ergebnisse. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi konnte am Ende der Tagung nur bekanntgeben, dass sich alle 30 Teilnehmer gegen Gewalt in Syrien und für eine nationale Lösung ohne ausländische Einmischung ausgesprochen hätten.
"Wir sind auch im Kontakt mit der syrischen Opposition, nicht mit allen, aber mit manchen, und sind immer noch bereit, Gastgeber eines Treffens der Regierung mit der Opposition Syriens zu sein", sagte der iranische Chefdiplomat - ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.
Für den Iran sei wichtig, dass Präsident Bashar al-Assad in Damaskus an der Macht bleibe: "Syrien sollte nicht zum Exempel werden, dass der Westen demnächst die politischen Systeme der Länder in der Region bestimmt."
Nach Angaben Salehis kamen Vertreter aus 30 Ländern zu der Konferenz, darunter auch Abgesandte aus Russland und China. Saudi-Arabien und die Türkei, die - anders als der Iran - die syrischen Rebellen unterstützen, blieben dem Treffen fern. "Militärische Optionen, Entführungen und ausländische Einmischung haben dem Land bis jetzt nicht geholfen und werden dies auch in Zukunft nicht tun", sagte Salehi bei seiner Eröffnungsrede. Für die UN nahm ein Vertreter des UN-Büros in Teheran teil, der auch eine Botschaft von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verlas.









