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Zuletzt aktualisiert: 30.06.2012 um 22:50 UhrKommentare

Granatenbeschuss in Syrien: 30 Zivilisten getötet

e Granate sei am Samstag in einer Menschenmenge eingeschlagen, die in der Stadt Samalka nahe Damaskus an einer Beerdigung teilgenommen habe, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Foto © Reuters

In der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Oppositionsangaben 30 Zivilisten durch die Explosion einer Granate getötet worden. Eine Granate sei am Samstag in einer Menschenmenge eingeschlagen, die in der Stadt Samalka nahe Damaskus an einer Beerdigung teilgenommen habe, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach stieg die Zahl der am Samstag in Syrien getöteten Menschen damit auf 82.

Die Beobachtungsstelle machte keine näheren Angaben, veröffentlichte aber zwei von Aktivisten verbreitete Videos. Auf einem waren dutzende Menschen, vor allem Männer, zu sehen, die mit Fahnen der Revolution in der Hand einen Trauerzug begleiteten. Die Menschen riefen Oppositions-Parolen, dann wurden die Bilder plötzlich von einer Explosion unterbrochen. Das zweite Video wurde vermutlich direkt nach der Explosion aufgenommen, es war jedoch nicht eindeutig festzustellen, ob es denselben Ort zeigte. Zu sehen waren Menschen, die vor einer dichten Staubwolke wegrannten. Am Boden lagen zerfetzte Leichen.

Zuvor hatte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte auf eine "katastrophale Lage" für die Zivilbevölkerung in der Stadt Duma nahe Damaskus hingewiesen. Duma sei seit dem 21. Juni Ziel einer groß angelegten Militäroffensive, bei der zahlreiche Menschen getötet und hunderte verletzt worden seien. In der Stadt säßen etwa hundert Familien fest, denen es an Lebensmitteln und ärztlicher Versorgung fehle. Die Einwohner seien von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten.

Erst am Freitag waren in dem Konflikt zwischen Regierung und Opposition in Syrien landesweit 73 Menschen getötet worden. Staatschef Bashar al-Assad lässt seit März 2011 eine Protestbewegung brutal niederschlagen. Seitdem wurden nach Angaben von Menschenrechtlern fast 16.000 Menschen getötet.


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