Syrien will 600.000 Tonnen Gerste einführen
Angesichts der schweren Kämpfe in den Erntegebieten versucht Syrien 600.000 Tonnen Gerste auf dem Weltmarkt zu kaufen. Experten zeigten sich am Mittwoch allerdings skeptisch, dass ein solches Geschäft zustande kommen würde. Auf der Website des syrischen Landwirtschaftsministeriums wurde der anvisierte Kauf mit der Situation im Land begründet. In Händler-Kreisen hieß es, Syrien stehe kein Zahlungsmechanismus zur Verfügung. Zudem gebe es zunehmend Probleme mit der Löschung von Ladungen in syrischen Häfen. "Daher ist es für sie nicht möglich, ein so große Menge wie 600.000 Tonnen zu kaufen." Syrien könne höchstens kleinere Mengen importieren. "Und das reicht nicht."
Syrien deckt üblicherweise seinen jährlichen Bedarf von bis zu acht Millionen Tonnen Getreide zur Hälfte selbst. In den syrischen Gerste-Anbauregionen Homs, Hama, Aleppo und Idlib toben allerdings einige der heftigsten Kämpfe des seit 15 Monaten anhaltenden Aufstandes gegen Präsident Bashar Al-Assad. Zwar fallen Lebensmittel nicht unter die internationalen Sanktionen. Allerdings zeigen sich ausländische Banken, Redereien und Getreidehändler zurückhaltend bei Geschäften mit Syrien. Die Regierung in Damaskus schafft es daher nur, kleinere Mengen einzuführen.









