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    Zuletzt aktualisiert: 10.05.2012 um 21:00 UhrKommentare

    Tote, Chaos, Zerstörung: Anschlagsserie in Damaskus

    Eine Anschlagsserie in der syrischen Hauptstadt Damaskus hat am Donnerstag mindestens 70 Menschen in den Tod gerissen, hunderte Personen wurden verletzt. Die syrische Führung und die Opposition machten sich gegenseitig für die Anschläge verantwortlich.

    Ein Bild der Zerstörung in Damaskus

    Foto © APAEin Bild der Zerstörung in Damaskus

    Eine neue Welle der Gewalt reißt Syrien immer tiefer in einen umfassenden Bürgerkrieg hinein: Bei einem Bombenanschlag vor einem berüchtigten Foltergefängnis in der Hauptstadt Damaskus sind am Donnerstag nach offiziellen Angaben 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung erklärte, die Explosion sei das Werk von zwei Selbstmordattentätern. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Das Innenministerium berichtete, es seien 55 Leichen sowie Leichenteile von 15 weiteren Menschen geborgen worden. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter sprach von 59 Toten und meldete, die meisten Anschlagsopfer seien Mitarbeiter der Sicherheitskräfte. Das sogenannte Palästina-Verhörzentrum ist eine der am meisten gefürchteten Einrichtungen des Sicherheitsapparats des Regimes von Präsident Bashar al-Assad. Viele politische Gefangene wurden dort gefoltert.

    Der Syrien-Sondergesandte von UNO und Arabischer Liga, Kofi Annan, rief die Konfliktparteien auf, die Waffenruhe zu respektieren. Er erklärte: "Alles, was zu mehr Spannungen und Gewalt führt, kann den Interessen aller Beteiligten nur Schaden zufügen." Die Europäische Union hat die Anschläge in Damaskus verurteilt. "Wir verurteilen die Bombenanschläge in Damaskus scharf", sagte ein Sprecher der EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton am Donnerstag. Die EU verurteile auch den Angriff mit einem Sprengsatz am Mittwoch auf einen Konvois der UNO-Beobachtermission in der syrischen Stadt Daraa. Dies würde die Mission des internationalen Gesandten Kofi Annan noch schwieriger machen, sagte der Sprecher. Dessen Friedensplan sei die letzte Möglichkeit, um Frieden in Syrien herzustellen. Es liege an der syrischen Regierung, den Erfolg des Friedensplanes sicherzustellen. Im Gespräch ist die Entsendung von bis zu einem Dutzend unbewaffneter Beobachter. Die UNO-Mission in Syrien besteht derzeit aus rund 70 Militärs verschiedener Staatsangehörigkeit.

    Zivilisten verängstigt

    Die syrische Opposition behauptete, das Regime habe den Anschlag im Al-Kazzaz-Viertel verüben lassen, um die Revolution im Land als Werk islamistischer Terroristen darzustellen. Beweise für ihre Version legten die Regimegegner allerdings nicht vor. Die ersten Leichen und Verwundeten wurden am Morgen nach Angaben eines Augenzeugen geborgen. Später erst trafen Krankenwagen und Fernsehteams am Anschlagsort ein. Das staatliche Fernsehen zeigte Aufnahmen verkohlter Leichen. Ein Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur sah etwa 30 Autos, die durch die Explosion zerstört worden waren. Mehrere Gebäude seien stark beschädigt, sagte er. Viele der unverletzten Einwohner stünden unter Schock. Sie weinten und klagten. Einige von ihnen riefen: "Gott schütze Syrien!" Zu Mittag seien die verkohlten Autowracks abtransportiert worden.

    Der großen Explosion ging nach Angaben von Einwohnern eine kleinere Explosion am gleichen Ort voraus. Noch in weit entfernten Stadtvierteln klirrten die Fenster der Gebäude. Regimegegner veröffentlichten ein Video, das verängstigte Zivilisten zeigt, die nach dem Anschlag in Panik durch die Gassen des Viertels liefen.

    Der Leiter der UNO-Beobachtermission, Generalmajor Robert Mood, nahm den Tatort selbst in Augenschein. In der unmittelbaren Nähe seines Konvois war am Vortag in der Provinz Daraa ein Sprengsatz explodiert, der sechs syrische Soldaten verletzte. Experten und Diplomaten haben in den vergangenen Wochen mehrfach darauf hingewiesen, dass der Einsatz der unbewaffneten Militärbeobachter in Syrien sehr gefährlich sei.


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