Botschaften gestürmt
Rund 150 Menschen haben sich in der Nacht auf Samstag vor der syrischen Botschaft in London zu Protesten versammelt. Dabei gelang es fünf Männern, in das Gebäude im Zentrum der britischen Hauptstadt einzudringen, wie Scotland Yard mitteilte. Die Männer seien festgenommen worden. Laut dem Rundfunksender BBC sollen Fenster eingeschmissen worden sein.
Kurz zuvor waren Berichte aus der zentralsyrischen Stadt Homs bekannt geworden, wonach Sicherheitskräfte dort mehr als 200 Menschen getötet haben sollen. Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von einem "Massaker". Der UNO-Sicherheitsrat wollte am Samstagvormittag (Ortszeit) in New York über eine Resolution zur Verurteilung Syriens beraten.
Kairo
Aufgebrachte Syrer haben in der Nacht zu Samstag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo die syrische Botschaft gestürmt, um gegen die jüngste Gewalt in ihrem Land zu protestieren. Der Eingang des Botschaftsgebäudes wurde demoliert, Mobiliar und Computer zerstört, der erste Stock war teilweise ausgebrannt, wie ein Reuters-Korrespondent berichtete. Zu ähnlichen Aktionen war es zuvor auch in Großbritannien, Deutschland und den USA gekommen. Syrische Oppositionelle hatten berichtet, die Sicherheitskräfte von Präsident Baschar al-Assad hätten in der Stadt Homs mehr als 200 Menschen getötet.
Im Laufe des Tages sollte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über eine Resolution abstimmen, mit der Assad zum Rücktritt bewegt werden soll. Die Arabische Liga fordert die Übergabe der Macht an einen Stellvertreter Assads und den Beginn eines Dialogs mit der Opposition.









