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    Zuletzt aktualisiert: 06.01.2012 um 16:54 UhrKommentare

    Selbstmordanschlag in Damaskus

    Die Opposition sieht im Anschlag einen Vergeltungsakt des Regimes für ihre Proteste. Die Staatsmedien sprachen von einem Selbstmordattentäter.

    Foto © APA

    Bei einem Terroranschlag in Damaskus sind am Freitag nach Angaben des Staatsfernsehens etwa 25 Menschen getötet worden. Der Sender meldete, am Anschlagsort seien 10 Leichen und Leichenteile von etwa 15 Menschen gefunden worden. 46 Menschen hätten Verletzungen erlitten. Die Staatsmedien sprachen von einem Selbstmordattentäter. Dieser habe sich in der Nähe einer Volksschule im Maidan-Viertel an einer Ampel in die Luft gesprengt. Das Maidan-Viertel gehört zu den Hochburgen der Protestbewegung gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad in Damaskus. Oppositionelle erklärten deshalb, sie vermuteten, der Anschlag sei ein Racheakt des Regimes.

    Auch in Internetforen der Regimegegner hieß es, der Sicherheitsapparat habe den Anschlag verübt. Das Staatsfernsehen zeigte unterdessen abscheuliche Bilder von schreienden Männern, die Leichenteilen schwenken. Schreiende Männer, die vom Staatsfernsehen in einer Art Endlosschleife immer wieder eingeblendet wurden, bezichtigten sofort islamistische Terroristen der Tat. <7p>

    Der Anschlag ereignete sich zu einer Zeit, in der viele Menschen auf der Straße waren, um rechtzeitig zum Freitagsgebet in der Moschee zu sein. Für den Mittag waren landesweite Anti-Regierungs-Proteste unter dem Motto "Wer auf Gott vertraut, der wird siegen" angekündigt worden.

    Ein Beobachterteam der Arabischen Liga wurde nach Medienberichten in einem Vorort von Damaskus von regimetreuen Truppen angegriffen. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Arabiya am Freitagmorgen berichtete, brachten sich die Beobachter in Sicherheit. Der Chef des Operationszentrums der Beobachter in Damaskus, der sudanesische Oberst Abdullatif Afifi, bestätigte den Zwischenfall im Arbien-Bezirk jedoch zunächst nicht.

    Trotz Beobachter Anschläge

    Seit gut einer Woche befindet sich eine erste Gruppe von 50 Beobachtern der Arabischen Liga in Syrien. Trotz ihrer Präsenz wurden weiter Zivilisten getötet. Die Liga will ein Ende des Blutvergießens in Syrien erreichen. Seit März 2011 wurden nach UNO-Angaben rund 5.000 Menschen getötet. Trotz heftiger Kritik am bisherigen Verlauf der Mission hatte die Arabische Liga einen vorzeitigen Abzug der Beobachter abgelehnt. An diesem Wochenende will die Liga in Kairo über den Einsatz beraten. Die Vereinten Nationen haben Bereitschaft signalisiert, die Arabische Liga bei der Beobachtermission zu unterstützen.

    Der Kommandant der syrischen Deserteure, Oberst Riad al-Asaad, hatte am Donnerstag erklärt, bisher habe das Regime von Präsident al-Assad keine einzige der Forderungen der Liga - Freilassung der politischen Gefangenen, Abzug des Militärs aus den Städten, Ende der Gewalt gegen Demonstranten - erfüllt. Aktivisten berichteten, am Donnerstag seien in den Provinzen Deir as-Saur, Homs, Damaskus, Damaskus-Land, Daraa, Idlib, Hama und Latakia insgesamt 49 Menschen getötet worden. Am Freitag sollen nach Angaben von Regimegegnern in der Stadt Aleppo zwei Patrouillen der Sicherheitskräfte desertiert sein.

    Am 23. Dezember waren in Damaskus Anschläge gegen Gebäude des Geheimdiensts und der Sicherheitskräfte verübt worden. Insgesamt 44 Menschen wurden getötet, mehr als 160 Menschen verletzt. Die Regierung sprach damals von Selbstmordattentatenn . Ein angebliches Bekennerschreiben der Muslimbrüder im Internet wurde von diesen als Fälschung bezeichnet. Ein Sprecher der sunnitisch-islamistischen Bewegung warf der Führung in Damaskus vor, hinter dem gefälschten Dokument und den Anschlägen zu stecken.

    Quelle: APA

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