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Zuletzt aktualisiert: 25.12.2011 um 14:21 UhrKommentare

Sudanesische Armee tötete Anführer von Darfur-Rebellen

Laut Angaben der sudanesischen Armee wurde der Chef der am schwersten bewaffneten Rebellengruppe in Darfur, Khalil Ibrahim, getötet. Ibrahim sei auf dem Weg gewesen, den Präsidenten Al-Bashir zu stürzen. Keine unabhängige Bestätigung.

Foto © APA

Die sudanesische Armee hat nach eigenen Angaben den Anführer der wichtigsten Rebellengruppe in Darfur getötet. Dies berichtete die sudanesische Nachrichtenagentur SUNA am Sonntag. Für den Tod Khalil Ibrahims von der "Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit" (JEM) gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung. JEM war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Sein Tod wäre ein schwerer Rückschlag für die JEM-Rebellen, die für mehrere große Angriffe im Sudan verantwortlich waren. Er war erst kürzlich nach dem Fall des Regimes von Muammer al-Gaddafi aus dem libyschen Exil zurückgekehrt.

Ibrahim sei in den frühen Morgenstunden im Staat Nord-Kordufan bei dem Versuch getötet worden, in den Südsudan zu gelangen, teilte die Armee mit. Nach Angaben eines Sprechers war die Gruppe auf dem Weg in die Hauptstadt Khartum, um einen Umsturz der Führung von Präsident Omar al-Bashir zu versuchen. In der Region war es in den vergangenen Tagen mehrmals zu Zusammenstößen gekommen, bei denen auch Zivilisten ums Leben kamen.

Mit dem Fall von Gaddafi verlor JEM einen wichtigen Unterstützer. Die sudanesische Regierung hatte die Rebellen beschuldigt, für das libysche Regime zu kämpfen. Im vergangen Jahr hatte JEM ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet, aber die Rebellen brachen die Friedensgespräche kurz darauf wieder ab. Als Grund nannten sie neue Regierungsangriffe in der Provinz Darfur.

In der westlichen Region Darfur kämpfen nicht-arabische Aufständische seit 2003 gegen die Zentralregierung in Khartum. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben seitdem bis zu 300.000 Menschen. Die Regierung spricht von 10.000 Toten.


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