Syrische Oppositionelle greifen Militäreinrichtung an
Nach dem Ausschluss Syriens aus der Arabischen Liga eskaliert in dem Land die Gewalt. Oppositionelle haben am Mittwoch eine Militärbasis angegriffen. Sechs Soldaten sollen dabei getötet worden sein.

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Syrische Deserteure habe nach Angaben von Oppositionellen in der Nacht zum Mittwoch eine Militäreinrichtung nahe der Hauptstadt Damaskus angegriffen. Dabei seien sechs Soldaten der Regierungstruppen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Wie syrische Aktivisten in der libanesischen Hauptstadt Beirut weiter mitteilten, beschossen die Deserteure das Gebäude des Luftwaffen-Geheimdienstes in der Ortschaft Harasta mit Panzerabwehrraketen. Anschließend sei es zu einem Schusswechsel mit den Soldaten des Regimes von Präsident Bashar al-Assad gekommen.
Gefangene freigelassen
Die syrischen Behörden haben laut einem Bericht des Staatsfernsehens am Dienstag mehr als 1000 Gefangene freigelassen, die wegen ihrer Beteiligung an Protesten gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad inhaftiert waren. Insgesamt seien 1180 Menschen aus dem Gefängnis freigelassen worden, die "kein Blut an ihren Händen" gehabt hätten, berichtete der Sender. Die Freilassung politischer Gefangener in Syrien gehört zu den Forderungen der Arabischen Liga, deren Außenminister am Mittwoch in der marokkanischen Hauptstadt Rabat zu einer Sondersitzung zusammenkommen.
Anfang November hatte die syrische Führung einem von der Arabischen Liga ausgehandelten Krisenplan zugestimmt, seitdem aber wiederholt gegen die Vorgaben verstoßen. Der Plan sieht unter anderem einen Rückzug der Armee aus den Städten, ein Ende der Gewalt und die Zulassung unabhängiger Beobachter vor. Am Wochenende hatte die Liga beschlossen, die Mitgliedschaft Syriens vorläufig zu suspendieren.









