Schwere Kämpfe in Gaddafi-Heimatstadt Sirte

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Truppen des libyschen Übergangsrats und Anhänger des gestürzten Machthabers Gaddafi haben sich am Samstag schwere Kämpfe in Gaddafis Heimatstadt Sirte geliefert. Nach einem Bericht des Nachrichtensenders Al-Jazeera leisteten die im Stadtzentrum verschanzten Gaddafi-Milizen erbitterten Widerstand. Auf Dächern postierte Heckenschützen bereiteten den Truppen des Übergangsrats Schwierigkeiten.
Die Heckenschützen würden auch Zivilisten unter Beschuss nehmen, die aus der Kampfzone flüchten wollten. Über eventuelle Verluste lagen keine verlässlichen Angaben vor. Eine Gruppe von Rotkreuz-Helfern, die in den westlichen Teil von Sirte vorgedrungen war, berichtete indes von einer "sehr schlechten" Lage der Zivilisten. Neben dem Beschuss durch die Gaddafi-Milizen litten die Einwohner auch unter Mangel an Trinkwasser und Nahrungsmitteln.
Der libysche Übergangsrat dementierte unterdessen Berichte über die Festnahme des früheren Gaddafi-Regierungssprechers Moussa Ibrahim. Zwar seien einige Familienmitglieder von Ibrahim aufgegriffen worden, nicht aber Gaddafis Sprecher selbst, teilte der Übergangsrat mit.
Der Chef des US-Afrika-Kommandos, General Carter Ham, sprach sich für ein Ende der NATO-Mission in Libyen aus. Die Mission sei größtenteils beendet und ihr Abschluss könne bereits nächste Woche nach dem Treffen der NATO-Teilnehmerstaaten in Brüssel beschlossen werden. Die Entscheidung liege bei den zuständigen Ministern der NATO. An der Mission nehmen neben den USA auch Großbritannien, Frankreich, Italien und andere Staaten teil.









