"Die Sahelzone wird zum Pulverfass"
Die durch den Libyen-Konflikt in Umlauf gebrachten Kriegswaffen bedrohen nach Ansicht Vertreter der Sahelstaaten die Stabilität in der Region. Der Nationale Übergangsrat müsse die Waffen unter Kontrolle bringen.

Foto © APLibysche Waffen verbreiten sich in der ganzen Region.
ALGIER/TRIPOLIS. Vertreter der Sahelstaaten äußerten auf einer internationalen Sicherheitskonferenz in Algerien ihre Sorge über den Verbleib von Waffen aus dem libyschen Bürgerkrieg. Nachdem die Rebellen in Tripolis die Macht übernommen haben, kehren nun unter anderem viele Söldner, die Muammar al-Gaddafi ins Land geholt hatte, in ihre Heimat zurück. Die ohnehin durch Drogenschmuggel und Terrorismus instabile Sahelzone werde damit zu einem "Pulverfass", sagte der nigrische Außenminister Mohamed Bazoum.
Neben der Armut ist auch die Anwesenheit von Terrorgruppen wie der "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" ein Problem in der Region. Laut Bazoum sind in Niger bereits zahlreiche Handfeuerwaffen und Sprengstoff sichergestellt worden. Die USA sind beunruhigt über den Verbleib von Massenvernichtungswaffen sowie tragbaren Raketen.









