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Zuletzt aktualisiert: 03.06.2011 um 15:34 UhrKommentare

Granatenangriff auf Jemens Präsident Saleh

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa spitzt sich die Lage dramatisch zu: Nach Augenzeugenberichten sind zwei Granaten im Palast von Präsident Salih eingeschlagen - es soll mehrere Tote geben. Der Präsident soll überlebt haben.

Foto © APA

Bei einer Attacke auf die Residenz des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh sind am Freitag mehrere Politiker verletzt worden. Vier Angehörige der Präsidentengarde wurden nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabiya getötet. Dementiert wurden Berichte eines Oppositionssenders, wonach auch der Präsident getötet worden sein soll.

"Dies war ein Attentatsversuch und er ist fehlgeschlagen. Seiner Exzellenz dem Präsidenten geht es gut und er wird bald vor die Presse treten", sagte Yasser al-Yamani, ein Parteigenosse des Präsidenten in einem Interview mit Al-Arabiya. Nach Angaben des Senders trug Saleh leichte Verletzungen davon.

Nach Augenzeugenberichten hatte die Republikanische Garde, die loyal zu Präsident Saleh steht, zuvor die Häuser von General Mohsen al-Ahmar und des Oppositionspolitikers Scheich Hamid al-Ahmar angegriffen. Die Anhänger der beiden Männer hätten daraufhin zum Gegenschlag ausgeholt und auf das Gelände des Präsidentenpalastes gefeuert.

Parlamentspräsident Yahya al-Rai und Vize-Ministerpräsident Rashad al-Alimi hätten Verletzungen erlitten, als eine neben dem Präsidentenpalast gelegene Moschee von Granaten getroffen worden sei.


Fakten

Im Jemen fordern Demonstranten seit vier Monaten den Rücktritt des Präsidenten, der seit 1978 in Sanaa an der Macht ist. In den vergangenen Tagen hatten sich die Regierungstruppen in der Hauptstadt Gefechte mit Kämpfern des Al-Ahmar-Clans geliefert, der sich mit den Demonstranten solidarisiert hatte.

Seit Beginn der Erhebung gegen den seit mehr als 30 Jahren autoritär regierenden Saleh sind etwa 370 Menschen ums Leben gekommen.

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