Über 200 Bootsflüchtlinge vor der Küste Tunesiens vermisst
Nach dem Kentern eines überladenen Bootes mit Flüchtlingen aus Libyen vor der tunesischen Küste haben die Rettungskräfte am Donnerstag nach über 200 Vermissten gesucht. 570 der rund 800 Flüchtlinge an Bord seien gerettet worden.

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Das Schiff war am Dienstag auf eine Sandbank aufgelaufen und während einer Rettungsaktion am Mittwoch umgekippt, berichtete die tunesische Nachrichtenagentur TAP am Donnerstag. Die tunesische Küstenwache und die Marine suchten weiter nach Überlebenden. Die Behörden bestätigten den Angaben zufolge zunächst den Tod von zwei Menschen.
Die Flüchtlinge hätten vorgehabt, von Libyen auf die italienische Insel Lampedusa zu gelangen. Ihr Schiff sei 36 Kilometer von der tunesischen Insel Kerkennah auf eine Sandbank gelaufen. Bei einer Bergungsaktion der tunesischen Behörden hätten die Insassen verzweifelt versucht, in die entsandten Rettungsboote zu gelangen, wodurch starkes Gedränge entstanden sei. Das Flüchtlingsschiff sei darauf umgekippt. Die Rettungsaktion habe zudem unter schwierigen Wetterbedingungen stattgefunden.









