Syrische Truppen erschossen Regierungsgegner
Syrische Truppen haben Augenzeugen zufolge erneut Gegner von Präsident Bashar al-Assad erschossen. Die Soldaten hätten am Sonntag mit Panzern die Stadt Rastan im Landesinneren eingekreist und mit Maschinengewehren das Feuer eröffnet

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Das sagte ein Bewohner der 80.000-Einwohner-Stadt in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters. Zwei Menschen seien getötet, zahlreiche weitere verletzt worden.
Menschenrechtler berichteten am Sonntag, dass "Dutzende Panzer" in der Früh die Städte Rastan und Talbisseh sowie das Dort Deir Maleeh umzingelt und Schüssel abgefeuert hätten. Dabei habe es "mehrere Verletzte" gegeben, sagte Rami Abdel Rahman von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In Talbisseh habe es auch Razzien gegeben, nachdem dort am Freitagabend eine große Demonstration stattgefunden hatte.
Am Samstagabend wurden demnach Demonstrationen aus Idleb, Lattakia und Hama im Norden, Deir al-Sor im Zentrum sowie aus dem Dorf Al-Jizeh im Gebiet von Deraa im Süden gemeldet. Auch in Kabun nördlich von Damaskus und in Harasta, einem Vorort der Hauptstadt, sei demonstriert worden. Am Freitag hatten syrische Sicherheitskräfte in mehreren Städten regierungskritische Demonstrationen gewaltsam aufgelöst und dabei nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens zwölf Menschen getötet und dutzende verletzt.
Seit dem Beginn der Proteste gegen Assad am 15. März wurden nach Angaben von Menschenrechtsgruppen mehr als tausend Menschen getötet und etwa zehntausend festgenommen. Den syrischen Behörden zufolge, die "bewaffnete kriminelle Banden" für die Unruhen verantwortlich machen, kamen seitdem 143 Polizisten, Soldaten und Mitglieder der Sicherheitskräfte ums Leben.









