Mutmaßlicher Drahtzieher der religiösen Gewalt gefasst
Nach den tödlichen Zusammenstößen zwischen Muslimen und koptischen Christen wurde in Ägypten der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge festgenommen. Bei den Straßenschlachten waren mehrere Menschen getötet worden.

Foto © APABei Zusammenstößen zwischen Muslimen und koptischen Christen sind am vergangen Wochenende Menschen getötet worden
Das teilte das Innenministerium in Kairo am Dienstag mit, ohne genauere Angaben zur Identität des Verdächtigen zu machen. Bei Zusammenstößen zwischen Muslimen und Christen waren in der ägyptischen Hauptstadt am Wochenende 13 Menschen getötet und mehr als 230 verletzt worden. Rund 200 Menschen wurden festgenommen. Sie sollen nach dem Willen der Armee vor das Oberste Militärgericht gebracht werden.
Streit eskalierte
Auslöser für die Gewalt waren Gerüchte, wonach eine Koptin gegen ihren Willen in einer Kirche festgehalten werde, weil sie zum Islam übertreten wolle. Augenzeugen zufolge kamen hunderte Muslime daraufhin zusammen, um die Frau zu befreien. Der Streit zwischen beiden Seiten eskalierte, es gab heftige Straßenkämpfe zwischen beiden Gruppen. Am Dienstag setzten rund tausend Kopten den dritten Tag in Folge eine Sitzblockade vor dem Sitz des Staatsfernsehens fort, um gegen das aus ihrer Sicht zu zögerliche Vorgehen der Behörden zu protestieren.










