Kämpfe in libyscher Rebellen-Hochburg Misrata
Einheiten des libyschen Machthabers Gaddafi haben am Donnerstag erneut die Rebellen-Enklave Misrata östlich von Tripolis mit Granaten beschossen.

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Dabei wurden mindestens drei Rebellen getötet und 17 weitere verletzt. Im Westen des Landes konnten die Rebellen indes Erfolge verzeichnen: Sie brachten laut Augenzeugen einen wichtigten Grenzposten zum Nachbarland Tunesien unter ihre Kontrolle.
Um die seit Wochen von Gaddafis Soldaten eingekesselte Küstenstadt Misrata tobt eine erbitterte Schlacht. Menschenrechtler werfen Gaddafi vor, in der Rebellen-Hochburg Streubomben über Wohngebiete abgeworfen zu haben. Libyen bestritt den Einsatz dieser besonders heimtückischen und international weitgehend geächteten Munition. Am Mittwoch waren bei den Auseinandersetzungen auch zwei ausländische Foto-Journalisten getötet worden.
Um die Rebellen weiter zu unterstützen, will Frankreich vermehrt Luftangriffe fliegen und kündigte den Einsatz von Verbindungsoffizieren an. Die Entsendung von Militärberatern kündigten auch Großbritannien und Italien an. Für den russischen Außenminister Lawrow ist dies jedoch der ersten Schritt hin zu einem Einsatz von Bodentruppen. Es laufe "eindeutig" auf eine Einmischung in den Konflikt am Boden hinaus, sagte Lawrow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Dies sei ein "riskantes" Unterfangen mit "ungewissem Ausgang".
Die NATO wies unterdessen Berichte libyscher Staatsmedien zurück, nahe Tripolis Zivilisten durch ein Bombardement getötet zu haben.









