Gaddafi-Regime sucht verzweifelt den Notausgang
Der Diktator bittet Ankara und Athen um Hilfe und lotet Wege für eine diplomatische Lösung des Konflikts aus. Denn selbst die Söhne wenden sich von seinem Regime ab.

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Das Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi lotet Wege für eine diplomatische Lösung des Konflikts aus.
Dies ließ der griechische Außenminister Dimitris Droutsas durchblicken, nachdem der libysche Vizeaußenminister, Abdelati Laabidi, in Athen mit Premier Giorgos Papandreou gesprochen hatte. "Aus dem, was uns der Gesandte Libyens gesagt hat, geht hervor, dass das Regime auf der Suche nach einer Lösung zu sein scheint", sagte Droutsas.
Laabidi reiste anschließend nach Ankara und führte Gespräche mit Außenminister Ahmet Davutoglu; Oppositionsgesandte werden in den kommenden Tagen ebenfalls in der türkischen Hauptstadt erwartet.
Spekulationen über ein Ausstiegsszenario nährte auch ein Bericht der "New York Times". Dem zufolge habe der Sohn des Diktators, Saif al-Islam, einen Lösungsvorschlag unterbreitet, der auch den Rückzug seines Vaters vorsieht. Dies habe die Zeitung von einem Diplomaten mit engen Verbindungen zum Regime erfahren.
Der Vorschlag sei aber weder bei der Regierung noch bei den Rebellen auf offene Ohren gestoßen. Der nationale Übergangsrat in Bengasi will den Vorschlag nicht akzeptieren: "Gaddafi und seine Söhne müssen vor jeglicher diplomatischer Lösung abtreten", forderte Ratsprecher Chamseddin Abdulmelah. Auch die EU schloss einen Übergang mit Gaddafi-Söhnen aus.









