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Zuletzt aktualisiert: 26.03.2011 um 20:59 UhrKommentare

Jemenitischer Präsident: "Wir stehen fest wie ein Gebirge"

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh zeigt keine Anzeichen, sich dem Druck der Massenproteste in seinem Land beugen zu wollen. Seine Anhänger haben bisher fast 100 Regimegegner getötet und mehr als 1000 verletzt.

Der  jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh

Foto © APADer jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh zeigt keine Anzeichen, sich dem Druck der Massenproteste in seinem Land beugen zu wollen. "Wir stehen fest wie ein Gebirge und lassen uns von diesen Ereignissen nicht beeinflussen", erklärte er am Samstag auf einer Versammlung regime-treuer Stammesführer und Lokalpolitiker in der Hauptstadt Sanaa. Seit Mitte Februar fordern Demonstranten den Rücktritt des seit über 30 Jahren regierenden Präsidenten. Sicherheitskräfte und Saleh-Anhänger haben bisher fast 100 Regimegegner getötet und mehr als 1000 verletzt.

Der Präsident widersprach Spekulationen, er verhandle bereits mit Führern der Opposition über die Modalitäten einer Machtübergabe. Diese waren durch Äußerungen von Außenminister Abu Bakr al-Kirbi ausgelöst worden, der angedeutet hatte, dass bald ein Konsens mit der Opposition erzielt würde.

Über einen möglichen Machtverzicht Salehs bis zum Jahresende hatte es in den vergangenen Wochen widersprüchliche Aussagen gegeben. Die Saleh-Gegner schlugen Anfang März einen geregelten Machtwechsel noch in diesem Jahr vor, was aber prompt von der Staatsführung zurückgewiesen wurde.

Nach der jüngsten Gewalteskalation, der Tötung von 53 Oppositionsanhängern am 18. März durch Heckenschützen des Regimes, radikalisierte sich die Opposition in ihren Forderungen. Salih hatte indes nach jenem Massaker in Aussicht gestellt, nach vorgezogenen Präsidentschaftswahlen zum Jahresende die Macht abzugeben.

Am Freitag hatten wieder Zehntausende Saleh-Gegner den Rücktritt des Präsidenten gefordert. Aber auch der Staatschef mobilisierte Zehntausende Anhänger, die ihre Unterstützung für ihn zum Ausdruck brachten.


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Regierungsgegner in Sanaa skandieren Parolen gegen Präsident SalehFoto © AP

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