Dänische Kampfjets unterwegs zum Einsatz
Dänemark hat am Samstag sechs Kampfflugzeuge für einen möglichen Libyen-Einsatz nach Sizilien geschickt. Zuvor hatte das Parlament in Kopenhagen in einer Nachtsitzung einstimmig der Beteiligung an einem internationalen Einsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen zugestimmt.

Foto © Reuters I THIERRY ROGEDänische Verteidigungsministerin Gitte Lillelund Bech
Die Dänische Verteidigungsministerin Gitte Lillelund Bech erklärte, vier F-16 seien ab Sonntag einsatzbereit. Die anderen stünden als Reserve bereit. Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen sprach von einem historischen Votum über alle Parteigrenzen hinweg. Auch die linke Einheitsliste, die gegen Kriegseinsätze in Afghanistan und im Irak gekämpft hatte, stimmte zu. "Das war eine der schwersten Entscheidungen, die wir je getroffen haben", sagte Parteichef Frank Aaen. Die Regierung habe zugesichert, dass das bei dem Einsatz zivile Opfer weitestgehend vermieden werden sollten.
Sondereinheiten des britischen Militärs sind offenbar schon vor Wochen nach Libyen eingesickert. Wie das deutsche Magazin "Focus" unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise berichtet, sollen getarnte Teams des Special Air Service (SAS) und des Special Boat Service (SBS), die im Zweiten Weltkrieg gegründet wurden, strategische Ziele wie Militärflughäfen, Luftabwehrstellungen und Kommunikationszentralen vermessen und für internationale Bombenangriffe markiert haben. Die britischen Kommandos SAS und SBS, die auch für verdeckte Aktionen in Afghanistan und im Irak eingesetzt werden, sind für Operationen hinter feindlichen Linien ausgebildet.









