Der erste Tag der Militäraktion gegen Libyen
"Zeit des Handelns ist gekommen": Nach dem grünen Licht durch den UNO-Sicherheitsrat für ein Eingreifen in Libyen haben Frankreich, die USA und Großbritannien mit Attacken auf die Gaddafi-Kräfte ernst gemacht.

Foto © AP I Christophe Ena
23:06 Uhr: "Barbarische Aggression"
Das Regime in Libyen sieht sich als Opfer einer "barbarischen Aggression". "Einige westliche Länder führten Raketenangriffe gegen mehrere Ziele in Tripolis und Misrata durch", erklärte der Generalsekretär des libyschen Volkskongresses, Mohammed al-Sawi. "Diese barbarische Aggression gegen das libysche Volk erfolgte, nachdem wir einen Waffenstillstand gegenüber den bewaffneten Milizen angekündigt hatten, die zur (islamistischen Terrororganisation) Al-Kaida in Nordafrika gehören", sagte Al-Sawi. Die Raketenangriffe hätten "wirklichen Schaden an Zivilisten und Gebäuden" verursacht.
22:21 Uhr: 20 militärische Anlagen
Bei den US-Angriffen wurden rund 20 militärische Anlagen des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi ins Visier. Freilich könne der Erfolg des Raketenbeschusses erst später ermittelt werden, weil es in dem nordafrikanischen Land noch Nacht sei, so das US-Verteidigungsministerium.
21:44 Uhr: "Grünes Licht für begrenzte Militäraktion"
US-Präsident Barack Obama erklärte in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia, er habe grünes Licht für eine "begrenzte Militäraktion" gegeben, um der am Donnerstag verabschiedeten UNO-Resolution 1973 Gültigkeit zu verschaffen. Keinesfalls würden die USA Bodentruppen nach Libyen entsenden. An Gaddafi gerichtet sagte er: "Handlungen haben Konsequenzen".
21:23 Uhr: Um Tripolis und Misrata
Nach Angaben eines US-Beamten konzentrierten sich die US-geführten Koalitionstruppen zunächst auf die Region um die Hauptstadt Tripolis und Misrata. Sie planten zunächst keine bedeutenden Militärschläge in der Umgebung der von den Rebellen gehaltenen Stadt Benghazi (Bengasi).
21:17 Uhr: Zivile Ziele?
Das libysche Staatsfernsehen meldete unterdessen, dass "zivile Ziele" in Tripolis von Kampfflugzeugen der "Kreuzzügler" - also der westlichen Mächte - bombardiert würden.
21:00 Uhr: US-Marschflugkörper
Ein US-Kriegsschiff hat Libyen mit Marschflugkörpern (cruise missiles) angegriffen, berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Samstag. Der britische Premierminister David Cameron gab unterdessen in London bekannt, dass auch die Streitkräfte seines Landes inzwischen in Libyen im Einsatz seien.
20:41 Uhr: Weitere Militäraktionen
Frankreich hat weitere Militäraktionen in Libyen angekündigt. Die Maßnahmen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt, bis sich Machthaber Muammar al-Gaddafi an die UNO-Resolution halte, sagte Außenminister Alain Juppé gegenüber dem Fernsehsender France 2.
20:12 Uhr: Russland bedauert westliche Militäraktion
Russland steht dem militärischen Eingreifen der Koalitionstruppen in Libyen ausdrücklich skeptisch gegenüber. "Moskau bedauert die Militäraktion", teilte das Außenministerium mit.
19:56 Uhr: Geschlossenheit gegen Gaddafi
"Wir stehen geeint", sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die wie rund zwanzig Staats- und Regierungschefs und Vertreter internationaler Organisationen zu einem zweistündigen Gipfel zu Libyen nach Paris gekommen war. Dabei beteiligt sich Deutschland selbst nicht an der Militäraktion, wie die Kanzlerin noch einmal bekräftigte.
19:49 Uhr: Jets feuern auf Panzer
Bei Luftangriffen französischer Kampfjets auf Ziele in Libyen sind am Samstag nach arabischen Medienberichten auch vier Panzer der libyschen Regierungstruppen getroffen worden. Die Panzer seien am Rande der Aufständischen-Hochburg Benghazi (Bengasi) im Osten des Landes bombardiert worden, berichtete der arabischen Fernsehsender Al-Jazeera.
19:21 Uhr: Gaddafi: Militäraktionen sind beendet
Die libysche Führung um Machthaber Muammar al-Gaddafi hat am Samstag erneut Berichte über Angriffe ihrer Truppen auf die Aufständischen-Hochburg Benghazi (Bengasi) dementiert. Außenminister Musa Kusa sagte vor der Presse in Tripolis: "Wir halten uns vollständig an die von uns verkündete einseitige Waffenruhe und das Ende aller Militäroperationen".
19:03 Uhr: "Weitere Verzögerung gefährdet Zivilisten"
Eine weitere Verzögerung im Vorgehen gegen Gaddafi würde nur noch mehr Zivilisten gefährden. "Wir werden die internationale Koalition unterstützen", sagte Außenministerin Hillary Clinton.
18:55 Uhr: "Einzigartige Einsatzmöglichkeiten"
Die USA werden sich nach den Worten von Außenministerin Hillary Clinton mit ihren "einzigartigen Einsatzmöglichkeiten" am internationalen Militäreinsatz gegen Libyen beteiligen. Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi fordere die Weltgemeinschaft weiter heraus.
18:40 Uhr: "Ziel wurde zerstört"
Der französische Generalstab teilte in Paris mit, ein nicht näher identifiziertes Fahrzeug sei beschossen worden. Laut dem Verteidigungsministerium sei das Ziel "beim ersten Angriff zerstört" worden.
18:21 Uhr: Militäraktion um Stadt Benghazi
Um 17:45 Uhr MEZ sei ein erster Schuss auf ein Fahrzeug am Boden abgegeben worden, erklärte das Verteidigungsministerium. Einem Sprecher zufolge sind etwa 20 Kampfjets in die Operation vom Samstag eingebunden. Die Militäraktion findet laut einem Sprecher der Streitkräfte in einem Umkreis von 100 Kilometern um die ostlibysche Stadt Benghazi statt.
18:14 Uhr: Französischer Jet feuert erstmals
Französische Kampfjets feuerten die ersten Schüsse auf ein libysches Militärfahrzeug ab - das verlautete aus Kreisen des französischen Verteidigungsministeriums ins Paris.
17:55 Uhr: "Volk muss beschützt werden"
US-Präsident Barack Obama hat die Entschlossenheit der Staatengemeinschaft für ein Eingreifen in Libyen bekräftigt. "Das libysche Volk muss beschützt werden", sagte Obama am Samstag.
17:31 Uhr: NATO noch nicht bereit zum Eingreifen
Auch nach dem Beginn einer Militäraktion mehrerer Staaten gegen Libyen ist die NATO noch nicht bereit für ein Eingreifen. "Die Nato hat bisher noch nicht entschieden zu handeln", sagte eine NATO-Diplomatin am Samstag in Brüssel. Die Botschafter der 28 Länder des Bündnisses hatten sich bei einer Sitzung nicht auf ein Mandat einigen können. Allerdings laufen die Vorbereitungen für eine militärische Aktion.
17:19 Uhr: "Können nicht zusehen"
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat das militärische Eingreifen in Libyen verteidigt: "Wir können nicht mit verschränkten Armen danebenstehen und diesen Massakern zusehen", sagte Van Rompuy nach dem Libyen-Sondertreffen in Paris: "Die Zeit drängt".
17:11 Uhr: Etliche Staaten beteiligen sich
Der Militäreinsatz zur Durchsetzung des Flugverbots und zur Beendigung der Kampfhandlungen wird wahrscheinlich vor allem von französischen, britischen und US-Streitkräften getragen werden. Mehrere weitere Staaten haben jedoch zugesagt, sich mit Schiffen und Flugzeugen zu beteiligen oder Luftwaffenstützpunkte zur Verfügung zu stellen - darunter Großbritannien, Italien, Spanien, Dänemark und Norwegen.
16:56 Uhr: "Zeit des Handelns ist gekommen"
Großbritanniens Premierminister David Cameron hat nach dem Libyen-Gipfel unmissverständlich Militärschläge der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi angekündigt. "Die Zeit des Handelns ist gekommen", sagte Cameron. "Und es ist dringend", sagte er in einem Interview der BBC nach dem Treffen in Paris.
16:28 Uhr: "Türen der Diplomatie"
"Die Tür der Diplomatie wird sich öffnen, wenn die Aggressionen aufhören", erklärte Frankreichs Präsident Nicholas Sarkozy an die Adresse von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi. Weitere französische Flugzeuge würden alledings bereit stehen, um "gegen Panzer zu intervenieren, die Zivilisten bedrohen".
16:03 Uhr: Mehrere Staaten wollen sich an Militäreinsatz in Libyen beteiligen
Der Militäreinsatz zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen und zur Beendigung der Kampfhandlungen wird wahrscheinlich vor allem von französischen, britischen und US-Streitkräften getragen werden. Mehrere weitere Staaten haben jedoch zugesagt, sich mit Schiffen und Flugzeugen zu beteiligen oder Luftwaffenstützpunkte zur Verfügung zu stellen.
15:58 Uhr: Sarkozy: Militäraktion gegen Libyen beginnt
Die Umsetzung des vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbots über Libyen beginnt. Das kündigte Frankreichs Präsident Nicholas Sarkozy am Samstag nach dem Ende eines Sondergipfels in Paris mit zwei Dutzend Spitzenpolitikern aus aller Welt an. Sarkozy bestätigte zudem, Flugzeuge der Staatengemeinschaft wären dabei, Angriffe der libyschen Armee in Benghazi zu stoppen.
15:45 Uhr: Kampfjets überfliegen ganz Libyen
Rafale-Kampfjets seien am Samstag zu Aufklärungszwecken über das "gesamte libysche Territorium" geflogen, sagte ein französischer Armeevertreter der Nachrichtenagentur AFP. Die Maschinen seien im ostfranzösischen Saint-Dizier gestartet. Nach mehreren Stunden Überflug seien sie auf keinerlei Probleme gestoßen. Die Aktion werde noch den gesamten Nachmittag andauern.
15:11 Uhr: Französische Kampfjets über Bengasi
Französische Kampfflugzeuge überfliegen nach Informationen des französischen TV-Senders BFMT-TV seit Samstagnachmittag die libysche Aufständischen-Hochburg Bengasi. Dort gibt es Gefechte der Rebellen mit Einheiten des Machthabers Muammar al-Gaddafi.
15:00 Uhr: Hunderte Flüchtlinge erreichten ägyptische Grenze
Angesichts der Kämpfe im Osten des Landes versuchen sich viele Libyer in Sicherheit zu bringen. Hunderte Flüchtlinge erreichten am Samstag die Grenze zu Ägypten. "Unser größtes Problem ist es, genügend Lebensmittel bereitzustellen. Wir sind hier mitten in der Wüste und die Versorgung ist schwierig", erklärte Fred Lauener, Nothilfe-Delegierter des Hilfswerks Caritas Schweiz.
14:54 Uhr: Staatsagentur berichtet über menschliche Schutzschilde
Ansammlungen von Menschen kämen in Libyen an Orten zusammen, die als mögliche Ziele für Luftangriffe der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime von Machthaber Muammar al-Gaddafi gelten. Das berichtete die staatliche libysche Agentur Jana am Samstag. Sie seien an potenziellen Zielorten zusammengekommen, die erwarteterweise von französischen Flugzeugen angegriffen werden sollen.
14:30 Uhr: Paris: Sondergipfel berät über Militäreinsatz
Nach dem Grünen Licht der UNO für ein Eingreifen im Libyen-Konflikt haben in Paris die Beratungen über mögliche Militäraktionen begonnen. An einem Sondergipfel nehmen Vertreter der EU, der USA, der UNO, der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union (AU) teil. Luftschläge gegen das Regime von Diktator Muammar al-Gaddafi könnten unmittelbar danach beginnen, hieß es aus Gipfel-nahen Kreisen
14:17 Uhr: Bei Benghazi abgeschossenes Flugzeug gehörte Aufständischen
Ein am Samstag bei der libyschen Stadt Benghazi abgeschossenes Flugzeug hat offenbar nicht zum Arsenal von Machthaber Muammar al-Gaddafi gehört. Es habe sich um eine Maschine der Aufständischen gehandelt, berichtete ein Rebellenvertreter.
13:54 Uhr: Libyen droht mit Ölverträgen für Schwellenländer
Libyen droht dem Westen damit, Ölverträge an China, Indien und andere vom Regime als befreundet angesehene Staaten zu vergeben. Der Vorsitzende der staatlichen Öl-Gesellschaft (National Oil Corporation/NOC), Shukri Ghanem, sagte am Samstag, die Rohölförderung sei auf weniger als 400.000 Barrel pro Tag gefallen von 1,6 Millionen Barrel vor dem Volksaufstand gegen das Regime von Diktator Muammar al-Gaddafi. Die Förderung könnte zur Gänze gestoppt werden, warnte er.
Beim österreichischen Ölkonzern OMV, der 2010 ein Zehntel seiner Gesamtproduktion in Libyen erzielt hat, weiß man derzeit nicht, wie es es nach der UNO-Resolution gegen Libyen in dem Land weitergehen soll.
13:40 Uhr: Internationale Beobachter in Libyen
Die libysche Führung unter Machthaber Muammar al-Gaddafi hat internationale Beobachter ins Land eingeladen, um die Einhaltung einer Feuerpause zu überwachen. Diese sollten aus Deutschland, China, Malta und der Türkei kommen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte kurz zuvor ein Flugverbot über dem nordafrikanischen Land beschlossen und militärische Zwangsmittel als Möglichkeit gebilligt.
>>>Worauf sich Gaddafi militärisch stützen kann
13:19 Uhr: Türkei will Waffenruhe überwachen
Ankara hat sich zur Überwachung einer stabilen Waffenruhe der Konfliktparteien in Libyen bereiterklärt. "Die Türkei ist bereit, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ein Ende des Leids zu erreichen", zitierten türkische Medien am Samstag Außenminister Ahmet Davutoglu. "Sollten aber die Bemühungen für ein Endes des Leids scheitern, sind die nächsten Schritte in der UNO-Resolution 1973 klar dargelegt." Davutoglu forderte ein sofortiges Ende der Angriffe auf Wohngebiete und den Schutz von Zivilisten.
13:00 Uhr: Großbritannien verlegt Flugzeuge an das Mittelmeer
Großbritannien hat in Vorbereitung eines militärischen Eingreifens in Libyen mit der Verlegung von Kampfflugzeugen in den Mittelmeerraum begonnen. An dem Einsatz sollen Maschinen der Typen Tornado und Eurofighter beteiligt sein, berichtete die BBC. Außerdem sollen Aufklärungsflugzeuge der Typen Nimrod und Sentinel sowie VC-Tankflugzeuge in Stellung gebracht werden.
12:41 Uhr: Gaddai-Truppen haben Misrata angegriffen
Gaddai-Truppen haben neben Benghazi am Samstag auch die von Aufständischen gehaltene Stadt Misrata angegriffen. Sie feuerten mehrere Artilleriegeschoße auf die Stadt, die von der Wasserversorgung abgeschnitten ist, sagte ein Einwohner. Zwei Menschen seien von Scharfschützen der Gaddafi-Truppen in Misrata getötet worden.
12:15 Uhr NATO bereitet sich für mögliches Eingreifen vor
Die NATO bereitet sich auf ein militärisches Eingreifen des Bündnisses in Libyen vor - doch noch gibt es kein Mandat dafür. Am Samstag berieten die Botschafter der 28 NATO-Staaten in Brüssel über Details zur Kriegsvorbereitung, um dem Regime von Diktator Muammar al-Gaddafi Einhalt zu gebieten.
11:58 Uhr Gaddafi: "Libyen gehört nicht euch. Libyen gehört uns"
Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat am Samstag in Briefen an führende Weltpolitiker den Beschluss des UNO-Sicherheitsrats zur Verhängung eines Flugverbots über Libyen für "ungültig" erklärt. "Libyen gehört nicht euch. Libyen gehört uns", hieß es darin. "Wir können keinen einzigen Schuss auf unser eigenes Volk abfeuern, es ist die Organisation Al-Kaida", die von den Regimetruppen bekämpft werde. Wenn die Westmächte eine Militärintervention gegen Libyen starteten und sich in die Angelegenheiten des Landes einmischten, würden sie dies "bedauern". Sie würden "unkalkulierbare Risiken für das Mittelmeer und Europa in Kauf nehmen", drohte er.
Gaddafi schrieb einen weiteren Brief an US-Präsident Barack Obama, in dem er diesen seinen "Sohn" nannte. "Selbst wenn Libyen und die USA - Gott verbiete es - in den Krieg miteinander treten, wirst Du für immer mein Sohn bleiben", hielt Gaddafi fest.
11:30 Uhr: Französiche Presse feiert Sarkozy
Die Zeitung "Le Figaro" schreibt: "Mit der Libyen-Initiative hat Nicolas Sarkozy wieder einmal seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, sich in kritischen Augenblicken in der internationalen Gemeinschaft durchzusetzen. Seine Kompetenz als Krisenmanager hat er schon während Frankreichs EU-Vorsitz beim Krieg in Georgien und zum Beginn der Finanzkrise bewiesen. In der Libyen-Krise hat Sarkozy mit Opportunismus, Frechheit und Überzeugungskraft die Welt unverhofft dazu gebracht, sich der Herausforderung durch Gaddafi zu stellen. Der französische Präsident hat die Unbeweglichkeit Angela Merkels umgangen, indem er sich auf David Cameron gestützt hat. Und dann hat er den Führungsmangel Barack Obamas wettgemacht, der sich nicht so recht engagieren wollte."
>>> Sarkozy als Held des Tages
10:43 Uhr: Italien will UNO-Resolution durchsetzen
Der italienische Außenminister Franco Frattini hat die Verlegung der Kommandozentrale für den geplanten Militäreinsatz in Libyen von Stuttgart nach Capodichino nahe Neapel verlangt. Aufgrund der "tragenden Rolle" Italiens bei dem Einsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone in Libyen sollte dieser vom süditalienischen Flughafen Copodichino koordiniert werden.
10:39 Uhr: Wieder fast 400 Flüchtlinge auf Lampedusa gelandet
Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa reißt die Flüchtlingswelle nicht ab. In der Nacht auf Samstag erreichten erneut 378 nordafrikanische Migranten an Bord von drei Booten die Insel. Im vergangenen Jahr hatten lediglich 4.000 Flüchtlinge Süditalien erreicht, was dem Kooperationsabkommens mit Libyen zur Bekämpfung der Illegalen zu verdanken war, so Maroni.
10:04 Uhr: Nein aus Prag zu möglichen Militäroperationen
Tschechien unterstützt die Libyen-Resolution des UNO-Sicherheitsrats, wird sich aber an einem möglichen militärischen Eingriff nicht beteiligen. Das erklärte der tschechische Regierungschef Petr Necas.
09:56 Uhr: Französische Regierungskreise: "Müssen schnell reagieren"
Die internationale Gemeinschaft muss nach Angaben aus französischen Regierungskreisen bei Libyen schnell reagieren: "Es ist klar, dass wir schnell agieren müssen", hieß es am Samstag. Die französische wie auch die britische Regierung wollten dazu keine Stellung nehmen.
09:45 Uhr: Deutschland will weiter Druck Gaddafi ausübern
Auch nach der deutschen Enthaltung bei der Libyen-Resolution im UNO-Sicherheitsrat will die deutsche Regierung den Druck auf Machthaber Muammar al-Gaddafi aufrechterhalten. Die deutsche Regierung wolle "jenseits des militärischen Engagements" alle Möglichkeiten nutzen, um das Blutvergießen in Libyen zu beenden, heißt es aus dem Auswärtigen Amt.
09:20 Uhr: Dänische Kampfjets unterwegs zum Einsatz
Dänemark hat am Samstag sechs Kampfflugzeuge des Typs F-16 für einen möglichen Libyen-Einsatz nach Sizilien geschickt. Zuvor hatte das Parlament in Kopenhagen in einer Nachtsitzung einstimmig der Beteiligung an einem internationalen Einsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen zugestimmt.
09:15 Uhr: Schweiz will gegen Libyen wegen Entführung vorgehen
Das Schweizer Außenminister hat bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen Libyen wegen der Entführung der beiden Schweizer Geschäftsleute Max Göldi und Rachid Hamdani eingereicht. Ob die Anzeige weiterverfolgt wird, muss die Regierung entscheiden. Bereits Anfang März hatte Bundespräsidentin und Außenministerin Micheline Calmy-Rey die Schweizer Justiz aufgerufen, das Gaddafi-Regime für die Entführung der beiden zur Rechenschaft zu ziehen.
08:35 Uhr: Muammar al-Gaddafi trotzt UNO-Flugverbot
Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi haben am Samstag in der Früh die Aufständischen-Hochburg Benghazi (Bengasi) aus der Luft angegriffen. Die östliche Stadt wurde von starken Explosionen erschüttert, nachdem ein Kampfflugzeug darübergeflogen war. Damit hätte das Regime gegen eine UNO-Resolution verstoßen, die u.a. ein Flugverbot vorsieht.
>>> US-Botschafterin wirft Gaddafi Verletzung von Waffenruhe vor
08:07 Uhr: Gaddafi-Truppen greifen Benghazi an
"Gaddafis Streitkräfte rücken vor. Wir hören, dass sie sich 20 Kilometer vor Benghazi befinden", beschreibt ein Einwohner die Lage in der Stadt. Zudem habe er ein Flugzeug gesehen.
05:58 Uhr: Augenzeugen berichten von Explosionen und Kampfjet in Benghazi
In der libyschen Rebellenhochburg Benghazi (Bengasi) waren einem Reuters-Augenzeugen zufolge am frühen Samstagmorgen starke Explosionen zu hören. Sie seien stark genug gewesen, um Gebäude zum Beben zu bringen. Auch ein Kampfjet sei über der Stadt zu hören gewesen.
05:26 Uhr: Gaddafi missachtet UNO-Resolution - Sondertreffen in Paris
Die libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi missachtet nach Angaben der US-amerikanischen UNO-Botschafterin Susan Rice die Resolution der Vereinten Nationen über eine Flugverbotszone. Rice sagte dem US-Nachrichtensender CNN am Freitag, falls Gaddafi nicht unverzüglich die Bedingungen der Resolution erfülle, müsse er die Konsequenzen tragen. Die USA und ihre Alliierten seien zum Handeln bereit. Nach der UNO-Resolution ist militärisch fast alles erlaubt bis auf den Einsatz von Bodentruppen. Ein Militäreinsatz gegen Libyen ist noch am Wochenende möglich.
02:33 Uhr: Gaddafi bezeichnet UNO-Resolution als "unverhohlenen Kolonialismus"
Für die UNO-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen gibt es nach Aussagen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi keine Rechtfertigung. "Das ist unverhohlener Kolonialismus. Es gibt keine Rechtfertigung. Es wird ernsthafte Folgen für den Mittelmeerraum und Europa haben", sagte Gaddafi am Samstag dem Fernsehsender Al-Jazeera. Dem TV-Kanal zufolge äußerte sich Gaddafi, nachdem Libyens Regierung am Freitag offenbar eingelenkt und eine einseitige Feuerpause verkündet hatte.














