FH: Karl will Technik- und IT-Studien ausbauen
Es wird mehr Plätze bei Ingenieurswissenschaften, Informations- und Umwelttechnologien und IT geben. Das WKÖ sieht eine "Punktlandung", während die ÖH für mehr Plätze im Gesundheits- und Sozialbereich ist.

Foto © APAWissenschaftsministerin Beatrix Karl
Der von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V) angekündigte Ausbau der Plätze in jenen zehn Fachhochschul-Studien, in denen Wirtschaft und Industrie am dringendsten Absolventen benötigen, dürfte vor allem dem Bereich Technik zu Gute kommen. Derzeit werde noch mit Wirtschaftskammer (WKÖ) und Fachhochschulkonferenz (FHK) verhandelt, heißt es aus dem Ministerium zur APA. Hauptsächlich gehe es aber um Technik und Informationstechnologie. FHK-Generalsekretär Kurt Koleznik verweist ebenfalls auf Gespräche mit dem Ministerium, nennt bei den Kandidaten für mehr Plätze aber außerdem Bio- und Umwelttechnologie sowie Ingenieurswissenschaften.
"Punktlandung"
Die WKÖ bezeichnet in einer Aussendung am Freitag darüber hinaus die technischen Naturwissenschaften als Bereich, in dem es derzeit einen Mangel an qualifiziertem Personal gebe. In diesen Studien brauche Österreich bis 2015 "einen jährlichen Zuwachs von 400 zusätzlichen Studienplätzen", so der Leiter der Bildungspolitischen Abteilung in der WKÖ, Michael Landertshammer. Dass Karl in den Fachhochschulsektor investieren will, bezeichnete er als "Punktlandung": Investitionen in diesen Sektor würden "größtmögliche Verbesserungen bewirken", da die Studenten dort "lernen, was man wirklich braucht". Ziel der WKÖ sei, bis zum Jahr 2030 eine jährliche FH-Absolventenzahl von 15.000 zu erreichen.
An den FH sieht man Karls Ankündigung als "wichtigen Schritt in die Zukunft", immerhin gebe es im Bereich Technik großen Bedarf seitens der Wirtschaft. Mehr Studenten als bisher aufzunehmen sei für die Fachhochschulen "überhaupt kein Problem", betonte Koleznik. "Das ist das Gute am modulartigen Aufbau unserer Studien."
Die HöchschülerInnenschaft (ÖH) sieht den angekündigten Ausbau der FH-Studienplätze zwiespältig: Thomas Wallerberger (Fraktion Engagierter Studierender, FEST) vom Vorsitzteam spricht zwar von einem Schritt in die richtige Richtung. "Allerdings wird es Zeit, nicht immer nur Wirtschaft und Industrie zu bedienen - auch im Gesundheits- und Sozialbereich herrscht dringender Bedarf an Ausbildungsplätzen."







