Rektoren lassen Karl sitzen
Rektoren-Chef Hans Sünkel erklärt den Ausstieg aus dem Hochschul-Dialog, weil dieser nur ein unverbindlicher Meinungsaustausch sei. Auch die ÖH überlegt einen Ausstieg. Ministerin Karl zeigt sich unbeeindruckt.

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Paukenschlag in der Hochschulpolitik: Die Rektoren steigen aus dem vom Wissenschaftsministerium initiierten "Dialog Hochschulpartnerschaft" aus. Das hat die Plenarversammlung der Universitätenkonferenz (uniko) beschlossen. Man wolle nicht "an einem völlig unverbindlichen 'Hochschuldialog' weiter mitwirken". Auch die ÖH erwägt Ausstieg. Ministerin Karl zeigte sich unbeeindruckt.
"Wir wollen nicht über Gott und die Welt reden, sondern die Probleme der Universitäten rasch lösen", erklärte uniko-Chef Hans Sünke am Dienstagl. Die Unis hätten Probleme, die dringend gelöst werden müssten. Sünkel nannte die Uni-Finanzierung, klare Zugangsregelungen und damit verbunden eine Studienplatzfinanzierung. "Dafür brauchen wir eine sehr rasche Lösung, damit wir nicht ein ernsthaftes Problem bekommen, auch aufgrund des mittlerweile stark steigenden Zugangs zu den Unis", so Sünkel. Doch der Hochschul-Dialog hat den Rektorenchef und seine Kollegen "nicht überzeugt. Es ist viel geredet und wenig gesagt worden."
Auch ÖH erwägt Ausstieg
Auch für die Österreichischische HochschülerInnenschaft (ÖH) ist ein Abbruch der Gespräche nicht ausgeschlossen, sollte Karl weiter offen für flächendeckende Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren eintreten. "Der ganze Dialog ist aber ohnehin sinnlos, wenn das Hochschulbudget gekürzt und nicht erhöht wird", so der stellvertretende ÖH-Chef Thomas Wallerberger.
Wissenschaftsministerin Karl zeigte sich unbeeindruckt. In dem Hochschul-Dialog seien nicht nur die Uni-Chefs vertreten, daher gehe der Dialog weiter, erklärte die Ressortchefin. Sie verlangt von den Rektoren aber "mehr Kreativität und Engagement" bei der Finanzierung der Universitäten.
Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien, Heinz Mayer, nahm unterdessen den Uni-Zugang ins Visier: Ein von Karl überlegter Verzicht auf die Anwendung des "Notfallsparagrafen" zur Verhängung von Zugangsbeschränkungen in überlaufenen Fächern wäre ihn "rechtswidrig". Zwar läge es grundsätzlich in ihrem Ermessen, den Paragrafen anzuwenden, wenn es aber die Lage erfordere, könne "sie nicht willkürlich" darauf verzichten.







