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Bis 2012 keine Kürzungen bei Uni-Budget "Audimax-Besetzung wird weitergehen" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Studenten Proteste Nächster Artikel Bis 2012 keine Kürzungen bei Uni-Budget "Audimax-Besetzung wird weitergehen"
Zuletzt aktualisiert: 09.12.2009 um 13:30 UhrKommentare

Rektorat verschärft Ton gegenüber Uni-Besetzern

Leitung der Uni Wien kritisiert hohe Kosten, die die Besetzung des Audimax verursacht, da andere Räume für den Lehrbetrieb angemietet werden müsseen. Besetzer wollen im Hörsaaal "Freinachten" feiern.

Rektor Georg Winckler im Gespräch mit protestierenden Studenten im Audimax der Universität Wien

Foto © APARektor Georg Winckler im Gespräch mit protestierenden Studenten im Audimax der Universität Wien

Der Tonfall des Rektorats der Universität Wien gegenüber den Besetzern des Audimax wird schärfer. Die Unileitung hat am Mittwoch in einer Aussendung für das am Donnerstag stattfindende dritte "Universität Wien Forum" von Besetzern und Österreichischer HochschülerInnenschaft (ÖH) "Antworten" gefordert, wie das Audimax wieder für den Studienbetrieb genutzt werden kann. Sie verwies auf die hohen Kosten der Besetzung und auf Brandschutzprobleme, durch zusätzliche Behinderung anderer Studenten werde "den Gesprächen zunehmend der Boden entzogen".

Das Rektorat kritisierte, dass heute durch eine Besetzung des Eingangsbereichs zu den Festsälen der Ablauf von Promotions- und Sponsionsfeiern gefährdet worden sei. Die Audimax-Besetzer sprachen ihrerseits in einer Aussendung davon, dass durch das Café "Zum Winckler" vor dem Büro von Rektor Georg Winckler "die räumliche Barriere zwischen Rektorat und BesetzerInnen verringert und somit die direkte Kommunikation gefördert" werden sollte.

Laut Unileitung wird zudem die Sicherheit im Audimax immer häufiger durch Nichteinhaltung des Rauchverbots und Blockieren von Fluchtwegen gefährdet. Die Besetzungen gingen auf Kosten der Studierenden, so das Rektorat. Durch die Anmietung von Ersatzräumen, Ausgaben für Sicherheitspersonal und Reinigung würden Mittel aus der Notfallreserve für die Unis aufgebraucht, die eigentlich zur Verbesserung der Studienbedingungen genutzt werden sollten. Das Rektorat betonte zudem erneut, dass den Besetzern bei einer Freigabe des Audimax andere Räume angeboten würden, um die Bildungsdebatte weiterzuführen.

"Freinachten" im Hörsaal

Die Besetzer haben unterdessen für die Weihnachtsfeiertage Aktivisten aus dem Ausland eingeladen: Wer von den "destruktiven Folgen" des kapitalistischen Systems alarmiert sei, solle in Wien an "Freinachten" - einer Alternative zur "Konsumparty" Weihnachten - teilnehmen. Die "Freinachten" sollen mindestens bis Anfang Jänner dauern, heißt es in der über das "International Students Movement" verbreiteten Einladung. Vor allem für "Leute, die aus ihren Unis oder von anderen Orten vertrieben wurden", sei dies eine gute Gelegenheit zur Vernetzung, da an den Wiener Unis keine Räumungen drohen würden.

Die Audimax-Besetzer haben zusätzlich "ALLE UniBesetzerInnen und die ganze Welt" zu einer Weihnachtsfeier in den Hörsaal geladen, auch eine Bescherung soll es am 24. Dezember geben. Während der Weihnachtsferien und zum Jahreswechsel ist ebenfalls Programm geplant.


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