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Zuletzt aktualisiert: 25.11.2009 um 11:46 UhrKommentare

Uni-Besetzer melden Erfolge an Uni Graz

Nach wochenlangen Protesten kommt es nun zu den ersten Schritten für eine Behebung der Probleme im Lehrbetrieb. Im Laufe der Woche soll es weitere Gespräche geben.

Die Studenten bleiben hartnäckig

Foto © KLZ Digital/Erwin ScheriauDie Studenten bleiben hartnäckig

Gute Stimmung herrscht unter den Besetzern der Vorklinik-Hörsäle der Universität Graz nach einem Gespräch mit dem Rektorat. Wie ein Sprecher von "UniGrazgehoertuns" schilderte, seien die Gespräche am Dienstag konstruktiv verlaufen und Lösungen der dringendsten Probleme der Grazer Studierenden auf Schiene gebracht worden. Am "Echten Bildungsdialog" am Mittwoch in Wien sind die protestierenden Studierenden aus Graz mit rund 30 Personen vertreten, hieß es auf Anfrage der APA.

"In Graz haben wir die österreichweit fast einzigartige Situation, dass gemeinsam - Studierende und Rektorat - an der Lösung der dringendsten Probleme der Uni konstruktiv gearbeitet wird", so Valentin Stigler. Konkret wurde dem Rektorat eine umfangreiche Liste mit überbuchten Lehrveranstaltungen übergeben, die nun als Basis für die Behebung der Probleme im Lehrbetrieb verwendet werden soll. Das wurde durch das Rektorat auf Anfrage der APA bestätigt.

Rektor Alfred Gutschelhofer hat bereits vor zwei Wochen angekündigt, durch die Umschichtung von Budgetmitteln und Fokussierung der Reserven in den nächsten drei Jahren insgesamt 1,5 Mio. Euro für die Aufstockung der Kurse zur Verfügung zu stellen. "Weitere Gespräche wird es in dieser Woche geben", so Stigler.

Vonseiten des Rektorates hieß es auch, dass auf Bitte der Studierenden hin eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Universitätsbibliothek gegründet werde. Weiters sei grünes Licht gegeben worden, dass eine Evaluierung der Prüfungen mit Durchfallsraten von mehr als 70 Prozent in Angriff genommen wird. Der Rektor hat auch versichert, dass es in der Zeit seines Rektorates (bis 2011) keine Beschränkung der Master-Studien geben werde.

Die Besetzung der drei Vorklinik-Hörsäle wird dennoch weitergeführt: "Zur Beendigung der Besetzung bräuchte es einen Beschluss der absoluten Mehrheit, der zurzeit sicherlich nicht erreicht werden würde", so Hörsaalbesetzer Stigler. Auch ist man nicht zu einer Aufgabe nur eines Hörsaales bereit.

"In den besetzten Hörsälen treffen sich regelmäßig an die 20 Arbeitsgruppen. Jede Gruppe besteht aus mindestens fünf Personen", so Stigler. Zu den täglichen Vollversammlungen kommen rund 20 bis 30 Personen. Einen vollen Hörsaal erhoffen sich die Organisatoren am Donnerstagnachmittag, wenn Kabarettist Josef Hader für rund eine Stunde live (ab 16.00 Uhr) auftreten wird.

Zum "Echten Bildungsdialog", der Gegenveranstaltung zum von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) initiierten "Dialog Hochschulpartnerschaft", war Mittwochfrüh ein Bus mit 30 Personen von der Unversität Graz und TU Graz unterwegs.


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