Kanzler Faymann wie eine 'Fahne im Wind'
Konzeptlosigkeit, 'Zick-Zack-Kurs' und doppeltes Spiel werden Werner Faymann in der Uni-Causa von Regierungspartner ÖVP und der Studentenvertretung vorgeworfen. Unterdessen spalten die Proteste das österreichische Volk.

Foto © APAKanzler Faymann
Auf "Zick-Zack-Kurs" sieht ÖVP-Wissenschaftssprecherin Beatrix Karl Bundeskanzler Werner Faymann (S). "Erst solidarisiert sich Faymann mit den Studierenden, dann nennt er Zugangsregelungen nach FH-Vorbild als gutes Beispiel, nun ist er wieder dagegen", so Karl in einer Aussendung. Sie ortet deshalb "entweder ein durchschaubares Doppelspiel der SPÖ oder aber ein Zeugnis völliger Konzeptlosigkeit".
Kritik von allen Seiten
Auch die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ortet "Konzeptlosigkeit" bei der SPÖ, Faymann habe "offenbar nicht gewusst, wovon er spricht, als er die FH-Zugangsbeschränkungen als gutes Beispiel nannte", erklärte Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung in einer Aussendung. Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam forderte die Regierung auf, "endlich zur Vernunft zu kommen und die Lösung der Probleme anzugehen" - etwa mit einem verbindlichen Finanzierungsplan für zwei Prozent des BIP bis 2015 oder einem nationalen Hochschulplan, der auch die Schulen mitdenke.
Die Österreicher sind in der Frage der Studentenproteste laut einer OGM-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "News" gespalten: 51 Prozent von 500 Befragten gaben an, kein Verständnis für die Studierenden aufzubringen, 42 Prozent taten dies schon. Besonders verständnisvoll waren SPÖ (55 Prozent)- und Grün-Wähler (71 Prozent), am wenigsten Verständnis brachten FPÖ- (76 Prozent) und BZÖ-Anhänger (65 Prozent) auf.







