Tiroler SP-Parteivorstand stimmt Koalitionspakt mit VP zu
SPÖ bekommt die Ressorts Soziales, Sport, Wohnbauförderung, Natur- und Umweltschutz.

Foto © APAHannes Gschwentner
Der Parteivorstand der Tiroler SPÖ hat dem mit
der ÖVP ausverhandelten Koalitionspakt am Montagabend nach einer über
vierstündigen Sitzung zugestimmt. Die SPÖ wird künftig für die
Ressorts Soziales, Sport, Wohnbauförderung sowie Natur- und
Umweltschutz zuständig sein. Dass man die Wohnbauförderung erhalten
habe, sei ein "rieser Erfolg". Wer neben SP-Chef, LHStv. Hannes
Gschwentner in die Landesregierung einziehen wird, stand auch nach
der Sitzung nicht fest.
"Überwältigend".
Mit 23 zu 3 Stimmen hatte der Parteivorstand das Koalitionspapier
abgesegnet. Gschwentner bezeichnete die Zustimmung als
"überwältigend". Es habe eine umfangreiche Diskussion mit den
Vorstandsmitgliedern gegeben. Das Wahlergebnis sei ein deutliches
Zeichen der Wähler gewesen, dass es einen Neubeginn brauche. Auch die
ÖVP habe dieses Zeichen verstanden.
Thema Agrargemeinschaften.
Es gebe "Symbole der Ungerechtigkeit" in diesem Land, die man
beseitigen müsse. Das betreffe hauptsächlich die Agrargemeinschaften.
Um dieses Thema in Angriff zu nehmen, werde bis Ende August eine
Expertenkommission eingesetzt. In dieser Kommission sollen neben drei
Universitätsprofessoren auch von den Landtagsfraktionen nominierte
Experten sitzen. Jede im Landtag vertretene Partei, könne ein
Mitglied in die Kommission wählen. Ziel sei, nach Vorliegen eines
Ergebnisses eine entsprechende Gesetzesänderung.
Weitere Themen.
Auch beim Landeskulturfonds soll sich etwas ändern. Es soll etwa
einen jährlichen Förderbericht an das Land geben, um mehr Transparenz
zu schaffen. Außerdem soll das Grundverkehrsgesetz liberalisiert
werden. Die von der SPÖ geforderten landesweiten Gratiskindergärten
will man ebenfalls auf Schiene bringen. Bedingung dafür sei
allerdings, dass der Bund die Kosten für das Vorschuljahr übernehme,
erklärte Gschwentner. Entlastungen für die Pendler seien ebenfalls
geplant. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) werde
man beispielsweise verbilligte Jahreskarten anbieten. Auch der
Heizkostenzuschuss soll ausgedehnt werden.





