Tirol-Wahl: Gschwentner hält sich alles offen
Koalition mit Van Staa sei ebenso möglich wie "Rot-Grün-Dinkhauser", so der Tiroler SPÖ-Chef LHStv. Hannes Gschwentner.
Auch zwei Tage vor der Landtagswahl hält sich
der Tiroler SPÖ-Chef LHStv. Hannes Gschwentner alle Optionen offen.
Bei einer Abschluss-Pressekonferenz Freitagvormittag schloss er weder
eine Unterstützung von Landeshauptmann Herwig van Staa (V) aus, noch
sich von Fritz Dinkhauser und den Grünen selbst zum Landeshauptmann
wählen zu lassen. Das Wahlziel bleibt das Halten der neun Mandate,
auf Prozent-Prognosen ließ sich Gschwentner nicht ein.
Schuld nicht beim Bund.
Vorab wollte der SP-Chef die Schuld für allfällige Verluste nicht
auf den Bund schieben. Auf Nachfrage betonte Gschwentner jedoch, dass
die Performance der Bundesregierung weder für SPÖ noch für ÖVP
Rückenwind gewesen sei. Ob es sogar ein Gegenwind war, werde sich bei
der Wahlanalyse weisen.
Einer bleibt übrig.
Bezüglich der grassierenden Koalitionsspekulationen blieb er bei
seiner Position, wonach für ihn auch eine Wahl durch Grüne und Liste
Dinkhauser denkbar sei, wenn damit das SPÖ-Programm am besten
umzusetzen sei. Freilich sei er überzeugt, dass am Ende des Duells
Dinkhauser-van Staa nur einer übrig bleiben werde und letztlich eine
schwarz-schwarze Koalition herauskomme. Gschwentner selbst würde
freilich auch den Junior-Partner machen. Er scheide den
Landeshauptmann als Koalitionspartner nicht aus. An zusätzlichen
Ressorts würden ihm der Bereich Gesundheit und am Besten auch noch
Finanzen oder Wirtschaft gefallen.
Themen untergegangen.
In seiner Bilanz des rund sechswöchigen Wahlkampfs beklagte der
SPÖ-Spitzenkandidat, dass die Themen angesichts des Duells zwischen
Van Staa und Fritz Dinkhauser ein wenig untergegangen seien. Trotzdem
hofft Gschwentner, mit den SPÖ-Anliegen bei der Bevölkerung gepunktet
zu haben. Dass man finanziell nicht mit der der "Flut an
Werbemitteln" der ÖVP mithalten werde können, sei klar gewesen.
Werbegeschenke.
Immerhin hat aber auch die SPÖ nicht gerade wenig an
Werbegeschenken in den Wahlkampf hineingepumpt. 40.000
Kugelschreiber, 30.000 Feuerzeuge und Kartenspiele, 6.000 Kondome und
vieles mehr sei unters Volks gebracht worden, berichtete
Wahlkampfleiter und Landesgeschäftsführer Meinhard Eiter, der
überdies hervorhob, dass die Sozialdemokraten nur ehrenamtliche
Mitarbeiter und damit keine bezahlten Hilfskräfte während ihrer
Kampagne eingesetzt hätten.





