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Zuletzt aktualisiert: 06.06.2008 um 12:02 UhrKommentare

Tirol-Wahl: Gschwentner hält sich alles offen

Koalition mit Van Staa sei ebenso möglich wie "Rot-Grün-Dinkhauser", so der Tiroler SPÖ-Chef LHStv. Hannes Gschwentner.

Auch zwei Tage vor der Landtagswahl hält sich der Tiroler SPÖ-Chef LHStv. Hannes Gschwentner alle Optionen offen. Bei einer Abschluss-Pressekonferenz Freitagvormittag schloss er weder eine Unterstützung von Landeshauptmann Herwig van Staa (V) aus, noch sich von Fritz Dinkhauser und den Grünen selbst zum Landeshauptmann wählen zu lassen. Das Wahlziel bleibt das Halten der neun Mandate, auf Prozent-Prognosen ließ sich Gschwentner nicht ein.

Schuld nicht beim Bund. Vorab wollte der SP-Chef die Schuld für allfällige Verluste nicht auf den Bund schieben. Auf Nachfrage betonte Gschwentner jedoch, dass die Performance der Bundesregierung weder für SPÖ noch für ÖVP Rückenwind gewesen sei. Ob es sogar ein Gegenwind war, werde sich bei der Wahlanalyse weisen.

Einer bleibt übrig. Bezüglich der grassierenden Koalitionsspekulationen blieb er bei seiner Position, wonach für ihn auch eine Wahl durch Grüne und Liste Dinkhauser denkbar sei, wenn damit das SPÖ-Programm am besten umzusetzen sei. Freilich sei er überzeugt, dass am Ende des Duells Dinkhauser-van Staa nur einer übrig bleiben werde und letztlich eine schwarz-schwarze Koalition herauskomme. Gschwentner selbst würde freilich auch den Junior-Partner machen. Er scheide den Landeshauptmann als Koalitionspartner nicht aus. An zusätzlichen Ressorts würden ihm der Bereich Gesundheit und am Besten auch noch Finanzen oder Wirtschaft gefallen.

Themen untergegangen. In seiner Bilanz des rund sechswöchigen Wahlkampfs beklagte der SPÖ-Spitzenkandidat, dass die Themen angesichts des Duells zwischen Van Staa und Fritz Dinkhauser ein wenig untergegangen seien. Trotzdem hofft Gschwentner, mit den SPÖ-Anliegen bei der Bevölkerung gepunktet zu haben. Dass man finanziell nicht mit der der "Flut an Werbemitteln" der ÖVP mithalten werde können, sei klar gewesen.

Werbegeschenke. Immerhin hat aber auch die SPÖ nicht gerade wenig an Werbegeschenken in den Wahlkampf hineingepumpt. 40.000 Kugelschreiber, 30.000 Feuerzeuge und Kartenspiele, 6.000 Kondome und vieles mehr sei unters Volks gebracht worden, berichtete Wahlkampfleiter und Landesgeschäftsführer Meinhard Eiter, der überdies hervorhob, dass die Sozialdemokraten nur ehrenamtliche Mitarbeiter und damit keine bezahlten Hilfskräfte während ihrer Kampagne eingesetzt hätten.


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