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Zuletzt aktualisiert: 30.05.2008 um 13:28 UhrKommentare

Van Staa rief zu Mäßigung im Wahlkampf auf

"Ich werde mir nicht mehr alles gefallen lassen", so der amtierende Landeshauptmann.

Der raue Ton in der Wahlkampfauseinandersetzung im Vorfeld der Tiroler Landtagswahlen am 8. Juni hat den amtierenden Landeshauptmann Herwig van Staa (V) am Freitag zu einem Ordnungsruf veranlasst. Er sei von der Wahlkampfführung seiner Mitbewerber enttäuscht. Van Staa kritisierte vor allem die "Angriffe" auf seine Familie. "Ich werde mir nicht mehr alles gefallen lassen", sagte der Tiroler VP-Chef auf einer Pressekonferenz.

Unwahre Anschuldigungen. Die Anschuldigungen gegen seine Familie seien "allesamt unwahr". Der ehemalige AK-Präsident und VP-Mitglied Fritz Dinkhauser hatte die Anschuldigung erhoben, dass Van Staas Sohn über den Landeskulturfond billigen Baugrund gekauft habe. Dinkhauser tritt mit einer eigenen Liste an. Sein Sohn habe in Mieming eine Landwirtschaft erworben und dafür die selben Darlehen und Zuschüsse erhalten, wie jeder andere auch, gab Van Staa an.

Gespräche mit allen Parteien. Durch diese Untergriffe werde die notwendige Zusammenarbeit nach der Wahl erschwert meinte Van Staa. Er werde nach der Wahl dennoch mit allen Parteien Gespräche führen. "Wenn wir überhaupt Regierungsverantwortung übernehmen können", sagte Van Staa. Er warnte vor einer möglichen Koalition zwischen SPÖ, den Grünen und der Liste Fritz Dinkhauser. "Wenn sie alle ihre Versprechungen umsetzen, führen sie das Land in wenigen Jahren in den Bankrott", meinte er.

Koalition ausgemacht. Die Koalition zwischen SPÖ, den Grünen und der Liste Fritz Dinkhauser sei schon längst ausgemacht. Die ÖVP mache im Gegensatz dazu keine Koalitionsaussagen. "Wir treten eigenständig zur Wahl an", betonte VP-Hauptgeschäftsführer Johannes Rauch.


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