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Zuletzt aktualisiert: 19.05.2008 um 10:42 UhrKommentare

Innsbrucker Staatsanwaltschaft prüft Dinkhauser-Anzeige

Die "Vorwürfe liegen 25 Jahre zurück".

Der Ton im Tiroler Landtagswahlkampf wird rauher. Der frühere AK-Präsident Fritz Dinkhauser wurde im April von seinem ehemaligen Mitstreiter Franz Fuchs bei der Innsbrucker Staatsanwaltschaft wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten angezeigt, wie das Wochenmagazin "Profil" berichtete. Dinkhauser wies diese Vorwürfe am Montag entschieden zurück.

Ermittlungsverfahren. Der zuständige Staatsanwalt Wilfried Siegele sagte am Montag, das Ermittlungsverfahren werde demnächst abgeschlossen. Dinkhauser betonte, dass die Vorwürfe 25 Jahre zurückliegen würden. Die Interessensvertretung sei durch den Rechnungshof geprüft und für in Ordnung befunden worden.

Verdachtsmomente. Auf 43 Seiten listete Fuchs Verdachtsmomente auf Abgabenhinterziehung, Beihilfe zur Abgabenhinterziehung, Sozialbetrug, Untreue und Betrug auf. Konkret geht es unter anderem um die private Verwendung von Dienstautos und Parkplätzen der AK oder Schmuck für eine langjährige Chefsekretärin. Außerdem sollen Aufträge an Firmen mit Naheverhältnis von Familienmitgliedern Dinkhausers gegangen sein.

"Eine Privatperson". Dinkhauser zeigte sich "erstaunt", dass "eine Privatperson" ihn angezeigt habe. Die Vorgangsweise sei auf den Wahlkampf abgestimmt, "ich werde mich zu wehren wissen", sagte er. Dass die SPÖ die Sachverhaltsdarstellung an die Medien verbreite sei "eine Ehrabschneidung". Die SPÖ habe offenbar "die Hosen gestrichen voll", sei "in heller Panik", jedes Mittel sei recht.

Auseinandersetzungen. Franz Fuchs war langjähriger Mitstreiter Dinkhausers und zeitweise Vizepräsident der Tiroler AK. Nach Auseinandersetzungen mit Dinkhauser kandidierte er im Jahr 2000 gegen seinen Parteifreund, der allerdings die absolute Mehrheit holte. Die Auseinandersetzungen kosteten Fuchs auch die Funktion des Präsidenten der Tiroler Gebietskrankenkasse, die er im Jahr 2000 abgeben musste.


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