Innsbrucker Staatsanwaltschaft prüft Dinkhauser-Anzeige
Die "Vorwürfe liegen 25 Jahre zurück".
Der Ton im Tiroler Landtagswahlkampf wird
rauher. Der frühere AK-Präsident Fritz Dinkhauser wurde im April von
seinem ehemaligen Mitstreiter Franz Fuchs bei der Innsbrucker
Staatsanwaltschaft wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten angezeigt,
wie das Wochenmagazin "Profil" berichtete. Dinkhauser wies diese
Vorwürfe am Montag entschieden zurück.
Ermittlungsverfahren.
Der zuständige Staatsanwalt Wilfried Siegele sagte am Montag, das
Ermittlungsverfahren werde demnächst abgeschlossen. Dinkhauser
betonte, dass die Vorwürfe 25 Jahre zurückliegen würden. Die
Interessensvertretung sei durch den Rechnungshof geprüft und für in
Ordnung befunden worden.
Verdachtsmomente.
Auf 43 Seiten listete Fuchs Verdachtsmomente auf
Abgabenhinterziehung, Beihilfe zur Abgabenhinterziehung,
Sozialbetrug, Untreue und Betrug auf. Konkret geht es unter anderem
um die private Verwendung von Dienstautos und Parkplätzen der AK oder
Schmuck für eine langjährige Chefsekretärin. Außerdem sollen Aufträge
an Firmen mit Naheverhältnis von Familienmitgliedern Dinkhausers
gegangen sein.
"Eine Privatperson".
Dinkhauser zeigte sich "erstaunt", dass "eine Privatperson" ihn
angezeigt habe. Die Vorgangsweise sei auf den Wahlkampf abgestimmt,
"ich werde mich zu wehren wissen", sagte er. Dass die SPÖ die
Sachverhaltsdarstellung an die Medien verbreite sei "eine
Ehrabschneidung". Die SPÖ habe offenbar "die Hosen gestrichen voll",
sei "in heller Panik", jedes Mittel sei recht.
Auseinandersetzungen.
Franz Fuchs war langjähriger Mitstreiter Dinkhausers und zeitweise
Vizepräsident der Tiroler AK. Nach Auseinandersetzungen mit
Dinkhauser kandidierte er im Jahr 2000 gegen seinen Parteifreund, der
allerdings die absolute Mehrheit holte. Die Auseinandersetzungen
kosteten Fuchs auch die Funktion des Präsidenten der Tiroler
Gebietskrankenkasse, die er im Jahr 2000 abgeben musste.





