Tirol wählte auch im Bund immer schwarz
Die ÖVP lag auch bei den Nationalratswahlen mit großem Abstand vor der SPÖ.
Tirol ist - neben Vorarlberg - eines der beiden Bundesländer, in denen die ÖVP bei allen Landtags-, Nationalrats- und EU-Wahlen seit 1945 immer stimmenstärkste Partei war. Auch bei der letzten Bundespräsidentenwahl wählten die Tiroler mehrheitlich die ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner, die bundesweit dem SPÖ-Kandidaten Heinz Fischer unterlag.
Über und unter dem Schnitt.
Bei den letzten beiden Nationalratswahlen schnitt die ÖVP in Tirol weit überdurchschnittlich, die SPÖ weit unterdurchschnittlich ab. 2002 gab es in Tirol mehr als doppelt so viele ÖVP-Stimmen wie SPÖ-Stimmen - wobei auch bundesweit die ÖVP vorne lag. 2006 überholte die SPÖ bundesweit die ÖVP knapp, aber in Tirol wählten dennoch 43,84 Prozent schwarz und nur 23,17 Prozent rot.
Beharrlich.
Selbst bei den NR-Wahlen 1971 bis 1979, bei denen die SPÖ bundesweit die Absolute schaffte, wählten die Tiroler beharrlich weiterhin mit mehr als 50 Prozent schwarz. Nur während des Aufstiegs der Haider-FPÖ (bei den Wahlen 1990 bis 2002) rutschte die ÖVP, wie 2006 auch, auf unter 50 Prozent ab.
"Gutes Pflaster".
Für die Grünen ist Tirol auch bei NR-Wahlen ein gutes Pflaster; dort schnitten sie immer etwas besser ab als im Bundes-Durchschnitt. Dies war bis 1999 auch bei der FPÖ der Fall; nach dem Wechsel in die Bundesregierung samt Rückzug Jörg Haiders nach Kärnten bzw. auch nach der Abspaltung des BZÖ unter dem neuen Chef Heinz-Christian Strache waren die Ergebnisse der Blauen in Tirol aber etwas schwächer als bundesweit.





