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    Krieg tobt, aber Assad lässt wählen Syrische Chemiewaffen-Abrüstung im Schneckentempo Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Syrien Nächster Artikel Krieg tobt, aber Assad lässt wählen Syrische Chemiewaffen-Abrüstung im Schneckentempo
    Zuletzt aktualisiert: 07.09.2013 um 07:22 UhrKommentare

    Klug erwägt Einsatz von ABC-Truppe in Syrien

    Verteidigungsminister Gerald Klug bietet in einem Brief an den US-Verteidigungsminister die Entsendung von österreichischen ABC-Experten nach Syrien an. Auch das Jagdkommando könnte zum Einsatz kommen. UNO-Mandat als Voraussetzung. Von Michael Jungwirth

    Gerald Klug

    Foto © APAGerald Klug

    Überraschender Vorstoß von Verteidigungsminister Gerald Klug in der Syrien-Krise: In einem Brief an seinen amerikanischen Amtskollegen Chuck Hagel signalisiert Klug die Bereitschaft Österreichs, Spezialisten des Bundesheeres zur Vernichtung von Assads Chemiewaffenarsenals nach Syrien zu schicken.

    Eliteeinheit

    Das enthüllte der Verteidigungsminister in einem Telefonat mit der Kleinen Zeitung am Rande eines EU-Treffens im litauischen Vilnius. Der Brief wurde gestern nach Washington abgeschickt. Allerdings macht Klug die Entsendung der bis zu 20 Experten der ABC-Truppen von der Vorlage eines UN-Mandats und einem sicheren Umfeld abhängig. Aber das ist noch nicht alles. Sollte die UNO zum Schutz der Inspektoren entsprechende Kräfte benötigen, wäre Klug auch zur Entsendung des Jagd-Kommandos bereit. Diese Eliteeinheit des Bundesheeres war zuletzt im Tschad im Einsatz.

    "Wir wollen einen aktiven Beitrag zu einer dauerhaften Friedenslösung im Nahen Osten leisten", begründet Klug seine Initiative. "Wenn die Chemiewaffen in falsche Hände geraten, wäre dies ein Bedrohungsszenario für Europa und damit letztlich auch für Österreich."

    Der Minister stellt allerdings in Abrede, dass er diesen Vorstoß jetzt unternommen habe, um das angekratzte außenpolitische Image Österreichs wegen des Golan-Abzugs aufzupolieren. "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Für Österreich ist die Lage im Nahen Osten von essenzieller Bedeutung. Mir geht es um ein friedenspolitisches Signal."

    Hohes Risiko

    Dass die heimischen Chemiewaffeninspektoren bei einem etwaigen Einsatz einem ungleich höheren Risiko ausgesetzt sein dürften als die Golan-Truppe, die im Juli ihre Zelte abgebrochen hat, bestreitet Klug. "Natürlich müssen die Rahmenbedingungen für ein derartiges Angebot passen, damit die Experten vor Ort ihrer Arbeit nachgegen können".

    Die österreichischen ABC-Spezialisten betreten aber nicht Neuland. Zwischen 1991 und 1999 waren im Laufe der Jahren 66 Experten des Bundesheeres im Irak, um gemeinsam mit Amerikaner, Deutschen und Franzosen Saddams Chemiewaffenarsenals zu zerstören.


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