Noten gibt es auch für die Lehrer
66.058 Schüler bekommen heute in Kärnten ihr Zeugnis. Wie verständnisvoll, fair und bemüht aber sind eigentlich die Lehrer? An manchen Schulen bekommen sie ein Feedback.

Foto © APAWie verständnisvoll, fair und bemüht aber sind eigentlich die Lehrer?
In Kärntens Schulen bekommen heute 66.058 Schüler ihr Zeugnis in die Hand gedrückt. Beurteilt wurden ihre Leistungen von den Lehrern. Wie aber sieht es umgekehrt aus? Beurteilen Schüler auch - wie es beispielsweise in Italien und England üblich ist - die Leistungen der Lehrer? "In Österreich ist es gesetzlich nicht vorgeschrieben. Wenn Lehrer sich aber freiwillig der Benotung durch die Schüler stellen, ist das eine gute Idee. Es gibt in Kärnten Schulen, die in Sachen Evaluierung ein sehr hohes Niveau erreicht haben", sagt Rudolf Altersberger, Vizepräsident des Landesschulrates. Vor allem Berufsbildende Höhere Schulen legen zum Teil schon seit Jahren wert auf Feedback durch die Schüler. Eine ist die Bundeshandelsakademie 1 in Klagenfurt.
Feedback für Lehrer?
"Wir haben standardisierte Fragebögen. Jeder Lehrer sollte sich von den Schülern in zwei verschiedenen Klassen beurteilen lassen", sagt Direktor Heinz Rieger. Er selbst bekommt die Ergebnisse nicht zu Gesicht. Sehr wohl besprechen die Lehrer sie aber in den jeweiligen Klassen. "Und das ist nicht immer einfach. Beim Beurteilten sind natürlich auch Ängste dabei", sagt Edwin Sorschag. Er unterrichtet kaufmännische Gegenstände und muss zumindest nicht Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Faches beantworten. Franz Dobrovnik geht es da anders. Er unterrichtet Mathematik und muss sich im Rahmen des Feedbacks auch mit der Frage auseinander setzen, "warum man so ein Fach überhaupt braucht". Grundsätzlich haben die beiden Lehrer aber positive Erfahrungen mit dem Feedback der Schüler gemacht.













