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Zuletzt aktualisiert: 25.04.2009 um 09:09 UhrKommentare

In Kärnten streikten am Freitag die Schüler

Schüler in Klagenfurt, Spittal, Wolfsberg, Völkermarkt und Lienz gingen am Freitag gegen die Abschaffung der schulautonomen Tage auf die Straße.

Auch an der HS Bad St. Leonhard wurde demonstriert

Foto © KK/HS Bad St. LeonhardAuch an der HS Bad St. Leonhard wurde demonstriert

Das Bundesministerium hat sich am Donnerstag im Streit um die schulautonomen Tage kompromissbereit gezeigt. Die Schüler streikten am Freitag trotzdem.

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Pirker: Streik nur an wenigen Schulen

Proteste in Kärnten. Die Fenstertage nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sollen weiter frei bleiben, lernschwache Kinder können freiwillig einen kostenlosen Förderunterricht besuchen. Die Schüler dürfen dazu an den restlichen drei schulautonomen Tagen mitreden, was passiert. Einigen ist das zu wenig. An einigen wenigen Schulen in Kärnten kam es am Freitag zu Protesten. So demonstrierten beispielsweise im BRG, BG und BORG in Spittal an der Drau insgesamt rund 1500 Schüler. Auch an der HLW in Wolfsberg und der HS Bad St. Leonhard gab es Proteste. Auf dem Lienzer Hauptplatz kamen aus allen Schulanstalten rund 200 Schüler zusammen. In der HAK Feldkirchen war rund ein Viertel der Schüler anwesend, es gab aber weder Streiks noch Demonstrationen. Am Gymnasium Feldkirchen fand Regelunterricht statt, lediglich in den Pausen initierten einige Schüler einen Sitzstreik. Der Unterricht konnte aber normal durchgeführt werden.

Demonstration in Klagenfurt. In Klagenfurt demonstrierten Schüler vor dem Amt des Landesschulrates und der Landesregierung. Landesschulratspräsidentin Claudia Egger schilderte der Kleinen Zeitung Digital die Lage: "Ich habe ein ziemliches Geschrei gehört und aus dem Fenster geschaut. 40 bis 50 Schüler demonstrierten vor der Landesregierung." Wie viele Schüler an den Demonstrationen teilgenommen haben und dem Unterricht an Klagenfurts Schulen ferngeblieben sind, kann Egger noch nicht sagen. "Die Erhebungen werden erst durchgeführt. Allerdings waren es bei den Streiks im April rund 2400 Schüler." Nachsatz: "Wobei aber nur rund 500 offiziell in der Stadt demonstriert haben."

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Michael Frager: Was geplant in Völkermarkt?

Völkermarkt. In Völkermarkt demonstrierte das Gymnasium gemeinsam mit der HAK Freitag Vormittag auf dem Hauptplatz. 400 bis 500 Schüler zogen durch die Stadt. Anschließend wurde in den Schulen weiterdemonstriert: "Wir boykottieren den Unterricht. Die Schüler sitzen mit Plakaten auf den Gängen", beschreibt Michael Frager, Schulsprecher am Gymnasium in Völkermarkt, die Stimmung.

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Pirker: Streik nicht sinnvoll

Ersatztermine. Dominik Pirker von der Kärntner Schülerunion hält den Schülerstreik für nicht sinnvoll. Wenn schulautonome Tage gestrichen werden, gebe es die Möglichkeit, Ersatztermine vom Landesschulrat einzuholen. "Damit hat man trotzdem die Möglichkeit, schulautonome Tage zur Verfügung zu stellen."

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Pirker: Vorschlag

Gratis-Nachhilfe. Die Schüler-union betonte, dass sie, gemeinsam mit der Landesschülervertretung, die Demonstrationen nicht unterstützt. Ihre Lösungsvorschläge rund um das Thema schulautonome Tage wollen sie heute Nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt präsentieren. Einen Vorschlag für die 20 Stunden Mehrarbeit der Lehrer hält Pirker auch bereit: Um die schulautonomen Tage beizubehalten, sollten diese 20 Stunden in den Sommerferien als gratis Nachhilfe für Schüler abgehalten werden.

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Altersberger zu schulautonomen Tagen

Land kann freigeben. Geht es nach Rudolf Altersberger, Landesschulrats-Vizepräsident, dann könnte der Schulreferent die Direktortage wieder einführen. Man könnte darüber diskutieren, diese Tage, die die Schulen selbst freigeben können, wieder einzuführen.

Unentschuldigtes Fehlen. Und noch ein nicht unwesentliches Detail am Rande: Schüler, die heute nicht zum Unterricht erschienen sind, sind unentschuldigt ferngeblieben. "Die Aufsichtspflicht der Lehrer endet hier, sollte etwas in der Zeit des Fernbleibens passieren, dann haften die Eltern", erklärt Landeschulratspräsidentin Egger.

EVA-MARIA WATSCHER

Lösungsvorschläge

Heute um 14 Uhr präsentier-ten die Kärntner Schüler-union unter Landesobmann Dominik Pirker sowie die Landesschülervertretung unter dem Landesschul-sprecher der AHS, Gernot Dörflinger, ihre Vorschläge zur Diskussion rund um die Streichung der schulautono-men Tage.

Politische Bildung

Landesschulratspräsidentin Claudia Egger begrüßt die Einstellung von Schülerunion und Landesschülervertretung. Beide unterstützen ja die Streiks nicht. Egger fordert auch politische Bildung für Schüler. "Damit sie wissen, wie man in einer Demokratie seine Interessen durchsetzt."

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Foto © KK/HS Bad St. Leonhard

Foto © KK/HS Bad St. Leonhard

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