In Kärnten streikten am Freitag die Schüler
Schüler in Klagenfurt, Spittal, Wolfsberg, Völkermarkt und Lienz gingen am Freitag gegen die Abschaffung der schulautonomen Tage auf die Straße.

Foto © KK/HS Bad St. LeonhardAuch an der HS Bad St. Leonhard wurde demonstriert
Das Bundesministerium hat sich am Donnerstag im Streit um die schulautonomen Tage kompromissbereit gezeigt. Die Schüler streikten am Freitag trotzdem.
Demonstration in Klagenfurt. In Klagenfurt demonstrierten Schüler vor dem Amt des Landesschulrates und der Landesregierung. Landesschulratspräsidentin Claudia Egger schilderte der Kleinen Zeitung Digital die Lage: "Ich habe ein ziemliches Geschrei gehört und aus dem Fenster geschaut. 40 bis 50 Schüler demonstrierten vor der Landesregierung." Wie viele Schüler an den Demonstrationen teilgenommen haben und dem Unterricht an Klagenfurts Schulen ferngeblieben sind, kann Egger noch nicht sagen. "Die Erhebungen werden erst durchgeführt. Allerdings waren es bei den Streiks im April rund 2400 Schüler." Nachsatz: "Wobei aber nur rund 500 offiziell in der Stadt demonstriert haben."
Völkermarkt. In Völkermarkt demonstrierte das Gymnasium gemeinsam mit der HAK Freitag Vormittag auf dem Hauptplatz. 400 bis 500 Schüler zogen durch die Stadt. Anschließend wurde in den Schulen weiterdemonstriert: "Wir boykottieren den Unterricht. Die Schüler sitzen mit Plakaten auf den Gängen", beschreibt Michael Frager, Schulsprecher am Gymnasium in Völkermarkt, die Stimmung.
Ersatztermine. Dominik Pirker von der Kärntner Schülerunion hält den Schülerstreik für nicht sinnvoll. Wenn schulautonome Tage gestrichen werden, gebe es die Möglichkeit, Ersatztermine vom Landesschulrat einzuholen. "Damit hat man trotzdem die Möglichkeit, schulautonome Tage zur Verfügung zu stellen."
Gratis-Nachhilfe. Die Schüler-
Land kann freigeben. Geht es nach Rudolf Altersberger, Landesschulrats-Vizepräsident, dann könnte der Schulreferent die Direktortage wieder einführen. Man könnte darüber diskutieren, diese Tage, die die Schulen selbst freigeben können, wieder einzuführen.
Unentschuldigtes Fehlen. Und noch ein nicht unwesentliches Detail am Rande: Schüler, die heute nicht zum Unterricht erschienen sind, sind unentschuldigt ferngeblieben. "Die Aufsichtspflicht der Lehrer endet hier, sollte etwas in der Zeit des Fernbleibens passieren, dann haften die Eltern", erklärt Landeschulratspräsidentin Egger.
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Schülerstreiks in den Bezirken
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Heute um 14 Uhr präsentier-
Politische Bildung
Landesschulratspräsidentin Claudia Egger begrüßt die Einstellung von Schülerunion und Landesschülervertretung. Beide unterstützen ja die Streiks nicht. Egger fordert auch politische Bildung für Schüler. "Damit sie wissen, wie man in einer Demokratie seine Interessen durchsetzt."
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