Der Aufstand der Schüler
Schüler des Gymnasiums wollen heute Vormittag auf dem Lienzer Hauptplatz demonstrieren. Ob auch Borg und HAK mitmachen, ist offen.

Foto © HatzDiskussion unter Schülervertretern am Gymnasium
Das ausgerechnet die Schülervertreter der zweiten Klassen am Lienzer Gymnasium gegen die Streichung der schulautonomen Tage mobil machen, überraschte sogar Direktorin Ursula Strobl. Überhaupt machte sich nach einer "Streik-SMS" am Mittwoch in Osttirols höheren Schulen Unruhe breit. Da wurde verkündet, dass für heute, Freitag, ein genereller Schülerstreik anberaumt wird.
Privatperson. Donnerstag früh trafen sich dann schließlich die Klassensprecher mit Schulsprecher Johannes Pirkebner an der Spitze in der Aula des Gymnasiums, um über eine Demonstration auf dem Lienzer Hauptplatz zu beraten. "Rechtlich wird ein Streik vom Gymnasium nicht unterstützt", sagte Pirkebner. Sollte es tatsächlich heute um 10 Uhr auf dem Hauptplatz zum Aufmarsch der Schüler kommen, sei jeder Schüler als Privatperson - und nicht als Gymnasiast - anwesend.
Nicht entschuldigt. Das Fernbleiben vom Unterricht werde als "Krankheitsfall" gewertet und bräuchte nur die Entschuldigung der Eltern. Dem widersprach Direktorin Strobl. Es fehle die Rechtsgrundlage, eine Teilnahme am Streik gelte als nicht entschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht und könnte für Eltern minderjähriger Schüler Folgen haben. Michaela Außerdorfer, Obfrau des Elternvereins am Gymnasium, hielt sich bedeckt: "Die Devise lautet abwarten, von den Kollegen ist noch niemand aktiv geworden."
Rätselraten. Rätselraten herrschte an der Handelsakademie und am Borg Lienz. Dort zerbrachen sich Direktion und Schülervertreter nicht den Kopf über einen möglichen Protest. Noch dazu weilten gestern beide Direktoren, Wolfgang Schneeberger und Ludwig Pedarnig, auf Fortbildung.












