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Zuletzt aktualisiert: 08.08.2011 um 15:55 UhrKommentare

Scheuch-T-Shirt: Zeugin widerspricht Strache nach Festnahme

Heinz-Christian Strache hat am Montag zum Vorfall am Villacher Kirchtag Stellung genommen, bei der ein Mann mit Anti-Scheuch-Parole am T-Shirt festgenommen wurde, und kritisiert die Berichterstattung als "völlig falsche Darstellung". Eine Zeugin widerspricht jetzt den Aussagen des FPÖ-Obmannes.

Da war die Welt für Wolfgang Schneider, die Journalistin Christine Grabner (links) und ihre Schwester Daniela noch in Ordnung

Foto © APADa war die Welt für Wolfgang Schneider, die Journalistin Christine Grabner (links) und ihre Schwester Daniela noch in Ordnung

Die ORF-Journalistin Christine Grabner sagte Montagnachmittag, sie könne "bezeugen, dass Strache bei der Festnahme nicht dabei war".

Grabner erklärte, dass Strache "sicher erst zehn Minuten nach dem Vorfall" die Stelle passiert habe, an der sich der 44-Jährige T-Shirt-Träger ("Uwe geh in Häfn") in die FPK-Abordnung einreihte. Zwischen der FPK-Gruppe und der später vorbei ziehenden FPÖ-Gruppe habe eine "ewige Lücke" geklafft. Strache könne die "Festnahme nicht gesehen" haben.

Keine Handgreiflichkeiten

Strache hatte erklärt, der Mann sei "mit Fäusten gegen den Beamten losgegangen". In der Polizeimeldung war jedoch keine Rede von einem etwaigen Widerstand gegen die Staatsgewalt durch den Festgenommenen. Das bestätigte ein Polizeisprecher auch auf erneute Anfrage der APA.

Strache behauptete ja am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien, er habe den Vorfall als Augenzeuge mitbekommen und sei "traurig" über die "völlig falsche Darstellung" durch die Medien, sagte er bei einer Pressekonferenz in Wien. Der Mann habe dieses T-Shirt getragen und sich - um seinen Protest zum Ausdruck zu bringen - in den Festzug gestellt, womit niemand ein Problem gehabt habe. Als ihn aber ein Polizist aufgefordert hatte, zur Seite zu gehen, habe der Mann sich geweigert und sei "mit Fäusten gegen den Exekutivbeamten losgegangen". Daraufhin sei "dieser Herr" festgenommen worden. Für Strache hat all das nichts mit der FPÖ zu tun. Den entsprechenden Bericht in der "Kleinen Zeitung" wertete er als Indiz, dass gegen die FPÖ kampagnisiert und gehetzt werde.


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