Dörfler: "Gespräch war Kaffeeklatsch"
Die FPK steht geschlossen hinter dem verturteilen Landeshauptmannvize Uwe Scheuch. Landeshauptmann Gerhard Dörfler bezeichnete das Gespräch über die Staatsbürgerschaft für einen Investor Dienstag in der ZiB2 als einen "Kaffeklatsch".

Foto © Koscher
"Die Delegierten haben sich einstimmig für meinen Verbleib ausgesprochen, der zentrale Inhalt der Sitzung war das Fehlurteil von Dienstag", sagte Scheuch gegenüber der APA.
Auch die Ankündigung von Koalitionspartner ÖVP, die Zusammenarbeit bis zu einem rechtskräftigen Urteil auf Eis legen zu wollen, sei Thema gewesen. "Wir legen jedenfalls nichts auf Eis. Es sind sehr wichtige Projekte auf Schiene", sagte der FPK-Parteichef.
In der Kärntner ÖVP mehrt sich unterdessen die Kritik an der FPK. Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher forderte in einer Aussendung Scheuchs Rücktritt. Der Kärntner Wirtschaftsbund-Direktor Markus Malle sah laut "Kurier"-Vorabmeldung Richtung Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) unter "Korruptionsverdacht, da dieser sich ebenfalls für die Vergabe von Staatsbürgerschaften an russische Investoren ausgesprochen hatte - als Privatperson, wie Dörfler am Dienstag im Zeugenstand erklärt hatte.
Gewagte Vergleiche
Landeshauptmann Gerhard Dörfler bestätigte in der ZIB2 am Dienstag gegenüber Armin Wolf noch einmal, dass auch er das Urteil nicht akzeptiere. Er bezeichnete das aufgezeichnete Gespräch, welches zur Verurteilung Scheuchs führte, als "Kaffeklatsch" und "Zaubergeschichte". Und weiter: "Wenn ich zwei Liter Wein trinke und daran denke ins Auto zu steigen, es aber dann doch nicht tue, kann man mir auch nicht den Führerschein abnehmen". Armin Wolf konterte: "Wenn sie jemanden mit Mord bedrohen werden sich auch verurteilt, auch wenn sie den Mord nicht begehen".












