SPÖ will Papa-Monat und Kindergeld in Gesamtpaket
SPÖ-Frauenministerin Silhavy hat über ein Gesamtpaket nachgedacht, indem Papa-Monat und das einkommensabhängige Karenzgeld "ineinandergreifen". Beschluss am 24. September möglich. ÖVP lehnt Papa-Monat nach SPÖ-Vorstoß weiter ab.

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Die SPÖ wünscht sich das Papa-Monat und das
einkommensabhängige Karenzgeld in einem Gesamtpaket. Beide Maßnahmen
müssten "ineinandergreifen", erklärte Frauenministerin Heidrun
Silhavy am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz und rechtfertigte
unter anderem damit das SPÖ-Nein zu einem Grünen-Antrag in Sachen
Väterkarenz bei der Nationalrats-Sondersitzung vergangenen Freitag.
Verhandlungen am Laufen.
Die Detailverhandlungen zur neuen Kindergeldregelung seien auf
parlamentarischer Ebene am Laufen, bestätigten Silhavy und
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Eine Beschlussfassung bei
der nächsten Plenarsitzung am 24. September halten sie für möglich.
Modell der Grünen.
Hintergrund: Das Papa-Monat wird von der SPÖ schon seit längerem
gefordert. Väter sollen demnach die Möglichkeit haben, einen Monat
bei ihrem Nachwuchs zu bleiben und während dieser Zeit den
Kindergeldbezug vorzuziehen. Das Modell der Grünen war den
Sozialdemokraten "zu flexibel", wie Silhavy erläuterte. An der
Forderung nach einer Auszeit für Väter hält man aber grundsätzlich
fest, will diese aber nun offensichtlich im Zusammenhang mit dem
einkommensabhängigem Karenzgeld umsetzen.
Einkommensabhängiges Karenzgeld.
Für ein einkommensabhängiges Karenzgeld hat sich jüngst auch die
ÖVP ausgesprochen. SPÖ und Grüne waren bereits zuvor dafür
eingetreten. Ein entsprechender Entschließungsantrag wurde im Plenum
vergangene Woche angenommen. Über die Details werde man nun
insbesondere mit der ÖVP aber auch mit den Grünen verhandeln,
erläuterte Silhavy.
Prammer zuversichtlich.
Als "Junktimierung" will man die Forderung nach der Einbindung des
Papa-Monats in die Verhandlungen zum Kindergeld nicht sehen, wie
Prammer sagte. Sie sei zuversichtlich, dass man eine entsprechende
Formulierung, die beides inkludiere, finden werde, meinte sie. Die
Nationalratspräsidentin verwies weiters darauf, dass es sich um einen
Entschließungsantrag handle, was bedeute, dass die genaue
Ausgestaltung des Gesetzes ohnehin erst in der kommenden
Legislaturperiode definiert werden wird.
Features
ÖGB ist dafür
Vom ÖGB bekam Buchinger für den "Papamonat" "volle Unterstützung". Mit dem vom
Minister vorgeschlagene Vaterschutzmonat würden Väter von Anfang an
in die Kinderbetreuung einge-
bunden und die Möglichkeit geschaffen,
einen Teil der Karenz aktiv mit dem Kind zu verbringen, so ÖGB-Vizepräsidentin Roswitha Bachner.














