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    Zuletzt aktualisiert: 30.09.2009 um 17:05 UhrKommentare

    "Ich respektiere Haiders Abgang"

    Erich Haider, einst "starker Mann" in OÖ, räumt nach dem Wahldesaster das Feld: "Habe nachgedacht - das ist die allerbeste Lösung". OGM-Umfrage sieht SPÖ im freien Fall und auf FPÖ-Höhe.

    Oberösterreichs Erich Haider und "sein Kanzler"

    Foto © APAOberösterreichs Erich Haider und "sein Kanzler"

    Der oberösterreichische SPÖ-Chef Erich Haider zieht nun doch Konsequenzen aus dem Wahldebakel seiner Partei bei der Landtagswahl am Sonntag. Beim Parteivorstand am kommenden Montag wird er seinen Rücktritt als Landesparteivorsitzender und Regierungsmitglied vorschlagen, gab Haider am Mittwoch in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt. Geschäftsführender Landesparteichef soll Soziallandesrat Josef Ackerl werden.

    "Ich habe nachgedacht. Das ist die allerbeste Lösung für das Land. Die Antwort war, ein neues Fundament zu legen für die Zusammenarbeit, und deshalb meine Ämter zur Verfügung zu stellen", sagte Haider. Er will nun in die Linz AG zurückkehren, wo er früher in der Verkehrsdirektion tätig war. Ackerl soll ein Verhandlungsteam für die Gespräche mit der ÖVP bilden und für den parteiinternenReformprozess sorgen. Den zweiten verbliebenen SPÖ-Regierungssitz soll der bisherige Wohnbaulandesrat Hermann Kepplinger erhalten, so Haider. Über die Verteilung der verbliebenen 14 SPÖ-Landtagsmandate soll ebenfalls der Landesparteivorstand entscheiden.

    Haider schilderte, dass er seit Montag über die Zukunft nachgedacht habe. An diesem Abend war ihm mit 88 Prozent der Stimmen im Landesparteivorstand das Vertrauen ausgesprochen und er beauftragt worden, einen inhaltlichen und personellen Erneuerungsprozess der SPÖ einzuleiten, der von einem außerordentlichen Parteitag im Frühsommer kommenden Jahres abgesegnet werden sollte. Dieser Vertrauensbeweis sei wichtig gewesen und habe Klarheit gebracht. Aber er sei immer entscheidungsfreudig und -stark gewesen, deshalb habe er sich nun dazu entschlossen, das Amt des Parteivorsitzenden und des Mitgliedes der Landesregierung zur Verfügung zu stellen.

    Haider erklärte, er wolle mit seinem Rücktritt ein neues Fundament für die Zusammenarbeit mit der ÖVP legen. Zusammenarbeit sei angesichts der Krise notwendig. Der für heute, Mittwochnachmittag vorgesehene Termin für ein Sondierungsgespräch über eine mögliche Zusammenarbeit, das der ÖVP-Landesparteiobmann Landeshauptmann Josef Pühringer jeweils mit den Chefs aller drei anderen Landtagsparteien FPÖ, Grüne und SPÖ führen wollte, ist von Haider abgesagt worden. Es soll am kommenden Freitag nachgeholt werden.

    Das Gespräch soll der künftige geschäftsführende Parteivorsitzende Ackerl führen. Ein Verhandlungsteam für weitere Verhandlungen unter seiner Führung soll aus dem bisherigen Wohnbaulandesrat Hermann Kepplinger, Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger, Klubobmann Karl Frais und der Dritten Landtagspräsidentin Gerda Weichsler bestehen. Die SPÖ hat zwei Sitze in der Landesregierung verloren. Stöger wird so wie Haider der künftigen Landesregierung nicht mehr angehören, das sei mit ihr abgesprochen, erklärte Haider. Er tritt dafür ein, dass Ackerl Landeshauptmannstellvertreter wird und Kepplinger Landesrat.

    "Haider zeigt Größe"

    Ackerl würdigte in der Pressekonferenz mit bewegenden Worten Haider, dass er Größe zeige. Er dankte ihm auch persönlich für die Zusammenarbeit und seine Arbeit, die die SPÖ weit vorangebracht habe. An Haider sei nicht spurlos vorübergegangen, dass durch permanente Attacken die Persönlichkeit beschädigt werde, in einer Art wie dies kaum noch mehr möglich sein könne. Es finde es bedauerlich, dass in dieser Demokratie der von Haider erhobene Führungsanspruch einen Vernichtungsfeldzug gegen ihn ausgelöst habe.

    Der Parteivorstand, Ackerl an der Spitze der Partei und mehrere Arbeitsteams sollen ab Montag mit dem geplanten Reformprozess der SPÖ Oberösterreich unter "breiter Mitarbeit" und auch mit Unterstützung von Haider beginnen. Einen Zeitplan für seine Durchführung legte Ackerl nicht vor. Dazu seien erst inhaltliche und organisatorische Fragen zu klären. Somit ist ungewiss, ob es bei dem am vergangenen Montagabend genannten Termin für den außerordentlichen Landesparteitag im Frühsommer 2010 bleibt. Wie lange er in der Politik bleiben wolle, sagte der Ackerl - 63 Jahre alt - nicht. Da man nun bis 65 oder vielleicht auch länger arbeiten müsse, habe er auch kein "Ablaufdatum".


    Im freien Fall

    Die SPÖ ist unterdessen laut einer aktuellen OGM-Umfrage im Sturzflug: Würde nunmehr der Nationalrat gewählt werden, käme Kanzler Werner Faymann mit seinem Sozialdemokraten nur noch auf 26 Prozent. Platz eins ginge klar an die Volkspartei mit 34 Prozent. Die FPÖ rückt den Sozialdemokraten in dieser Umfrage mit 24 Prozent sehr nahe. Die Grünen liegen bei 10 Prozent, das BZÖ sinkt auf vier Prozent.

    Oberösterreichischer Landtag

    Grafik © APA Infografik

    Grafik vergrößernDas desaströse SPÖ-ErgebnisGrafik © APA Infografik

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