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    Zuletzt aktualisiert: 26.05.2009 um 13:02 UhrKommentare

    Zinsen für Staatsschuld höher als Unterrichts-Budget

    Zinsen für Staatsschuld kosten heuer bereits 8,1 Milliarden Euro - Experten fordern nun dringend eine Staatsreform und erwarten ein noch höheres Defizit.

    Bernhard Felderer fordert Verwaltungsreform<br>

    Foto © Kleine Zeitung DIGITAL/Helmuth WeichselbraunBernhard Felderer fordert Verwaltungsreform

    Das wachsende Staatsdefizit wird die Zinszahlungen zu einem der größten Ausgabenposten im Budget machen: Laut Budgetbericht werden sie schon heuer um 700 Millionen Euro auf 8,1 Milliarden Euro steigen und 2011 11,3 Milliarden Euro betragen - mehr als im Bundeshaushalt z.B. für Unterricht vorgesehen ist. Wifo-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller geht aber davon aus, dass die Neuverschuldung des Staates noch stärker als geplant ansteigen wird. Trotzdem spricht sie sich wie auch IHS-Chef Bernhard Felderer gegen ein Aufschnüren des Doppelbudgets aus.

    Zinsen. Der Großteil der Zinszahlungen des Staates entfällt auf den Bund, der allein heuer 7,64 Milliarden Euro an Zinsen für seine Schulden zahlen muss. 2010 sollen es 7,8 Milliarden Euro sein. Damit liegen die Zinszahlungen schon über dem Budget des Familienministeriums (6,83 Milliarden Euro) und machen mehr aus, als im Bundesbudget für Unterricht vorgesehen ist (7,17 Milliarden Euro). Die Pensionszahlungen des Bundes (für Beamte, Lehrer, ÖBB und Post) machen etwa 7,33 Milliarden Euro aus, der Bundesbeitrag zur allgemeinen Pensionsversicherung etwa 7,8 Milliarden Euro.

    Verwaltungsreform gefordert. Der Chef des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer, fordert daher dringend eine Verwaltungsreform, um die Staatsschulden in den kommenden Jahren wieder in den Griff zu bekommen. "Wenn die Krise zu Ende geht, muss es eine Diskussion darüber geben, wie wir weitermachen. Es geht nicht an, dass wir die Schulden dann, wenn die Konjunktur gut läuft, weiterführen".

    "Plan hält nicht". Wifo-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller geht außerdem davon aus, dass der Defizitplan der Regierung nicht halten wird, da selbst die düstersten im Budget angesetzten Wirtschaftsprognosen zu optimistisch gewesen sein dürften. Das Finanzministerium geht für heuer im schlechtesten Fall von einem Wirtschaftseinbruch um 2,7 Prozent aus. "Aus jetziger Sicht zeichnet sich ab, dass wir das 'Bad-Case-Szenario' unterschreiten", so Wifo-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller. Genaue Zahlen werde man aber erst mit der nächsten Prognose im Juni kennen.

    Kein Aufschnüren. Trotzdem sprechen sich Schratzenstaller und Felderer gegen ein neuerliches Aufschnüren des Budgets aus. Schratzenstaller betont, dass dem Haushalt für 2009 ohnehin die aktuellsten verfügbaren Prognosen zugrunde liegen. Für den Fall einer noch schlechteren Entwicklung seien flexible Ausgabenobergrenzen (z.B. für die Zuschüsse zur Sozialversicherung und für das Arbeitslosengeld) vorgesehen.

    "Bei den fixen Ausgaben müsste man den Finanzrahmen ändern, wenn sich im Herbst abzeichnet, dass sich etwas verändern wird", sagt Schratzenstaller.


    Enorme Kosten

    Noch mehr als für die Zinsen gibt der Bund etwa für das Bankenpaket aus (10,3 Milliarden Euro unter dem Titel "Finanzmarktstabilität") sowie für den Personalauf-wand inklusive Landes-lehrer (10,7 Milliarden Euro) und für den Bundeszu-schuss zur Sozialversich-erung (8,26 Milliarden Euro).

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