Lehrer-Arbeitszeit: Frostige Stimmung zwischen Schmied und Gewerkschaft
Keine Annäherung zwischen Lehrer-Gewerkschaft und Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) in der Auseinandersetzung über die geplante Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung zeichnete sich Sonntag Abend in der ORF-Sendung "Im Zentrum" ab.

Foto © APAGewerkschafter Walter Riegler
"Einigen kann man sich erst dann, wenn die Verletzungen der letzten Zeit ausgeräumt sind und soweit sind wir noch nicht", erklärte der Vorsitzende der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, Walter Riegler. Schmied betonte, dass "Bildungspolitik nicht reine Standespolitik ist". Es würden noch viele Gespräche geführt - das nächste am 12. März - aber "es kann natürlich auch dazu kommen, dass es einen Regierungsbeschluss gibt, bei dem Gewerkschaft einmal nicht zustimmt", so Schmied.
"Verkauft". Riegler warf Schmied vor, die von ihr geplante Maßnahme "auf dem
Rücken der Lehrer verkauft" zu haben, die Art sei "für Lehrer unerträglich" gewesen. "Ich bitte Sie darum, irgendwann ein Wort zu finden, um das zurechtzurücken. Was sie den Lehrern vorgeworfen haben, war einfach unglaublich", sagte der Gewerkschafter, der von Schmied
neuerlich verlangte, das Budget offenzulegen. "Für uns ist derzeit ein Zahlenwirrwarr vorhanden".
"Höchste Wertschätzung". Schmied betonte, ihre "höchste Wertschätzung meinen Mitarbeitern" (den Lehrern, Anm.) gegenüber. Die von ihr geplante Maßnahme sei als
"Umschichtung der Arbeitsleistung hin ins Klassenzimmer, hin zu den Kindern" zu sehen. In den vergangenen zwei Jahren seien viele Maßnahmen gesetzt worden, wie etwa kleinere Klassen, die die Arbeitsbelastung der Lehrer verringert hätten.
"Brauchen neue Schule".












