381 Millionen soll die erhöhte Arbeitszeit der Lehrer bringen
Bildungsministerin Schmied legt Details der Maßnahmen vor, für die die frei werdenden Lehrer an den Schulen eingesetzt werden sollen.

Foto © AP
Die Bildungsministerin beteuert: Jeder Euro, der dadurch gespart wird, dass die Lehrer zwei Stunden pro Woche mehr unterrichten, wird wieder in die Schule investiert, und kein Lehrer verliert seinen Arbeitsplatz. Allein: Gewerkschaft und Personalvertretern fehlt der Glaube. Am Samstag präsentierte Claudia Schmied eine Liste all jener Maßnahmen, die durch die gemeinsame Solidaraktion möglich seien: 381 Millionen Euro würden durch den Solidarbeitrag der Lehrer dafür frei.
Hintergrund
Kleinere Klassen, mehr Kleingruppenunterricht: Weiterführung der Verkleinerung aller Volks- und Mittelstufeklassen mit Abschluss 2010/2011, Kleingruppenunterricht in der 9. Schulstufe in Deutsch, Mathematik und Leitfächern, um die Dropout-Quoten zu senken, Ausweitung der Kleingruppen auch an Berufsschulen und berufsbildenden mittleren Schulen.
Tagesbetreuung: 9 Stunden (statt bisher 5) pro Gruppe und Woche für Lernzeit, Kreativität und Bewegung, kleinere Gruppen ab zehn Kindern, "Tagesbetreuung Neu" in 200 Schulen mit Qualitätsgütesiegel.
Ausbau der bilingualen Schulen: Ausweitung um 250 Klassen.
Ausbau von Lehre und Matura: Aufstockung von 3000 auf 4000 Teilnehmer.
Dazu kommen bessere Sprachförderung, Umsetzung der Bildungsstandards, Investitionen in Schulinfrastruktur und Lehrerarbeitsplätze, die Einführung eines mittleren Managements an größeren Schulen zur Entlastung, der Ausbau der Programme zur Gewaltprävention, der Ausbau der Neuen Mittelschule etc.













