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    Zuletzt aktualisiert: 24.01.2009 um 23:15 UhrKommentare

    Der Fall der "gemobbten" Boku-Rektorin hat Folgen

    40-Prozent-Frauenquote in allen Uni-Gremien wird durchgesetzt. Den Frauen, die von solchen Jobs nur träumen können, soll ein "Aktionsplan" helfen, der ebenfalls Gestalt annimmt.

    Ingela Bruner

    Foto © APAIngela Bruner

    Nach 50 Tagen im Amt macht die neue Frauenministerin mobil. "Meine wichtigste Aufgabe ist es, Frauen zu stärken", meint die Sozialdemokratin Gabriele Heinisch-Hosek: "Ich kümmere mich um jene, die in Führungsetagen Karriere machen, genauso wie ich dafür zu sorgen habe, dass alle Frauen ein Einkommen haben, von dem sie leben können. Es geht um die ökonomische Gleichstellung von Frauen, ja, es geht ums Geld."

    Aktueller Fall: Die erste, die es an die Spitze einer Universität geschafft hat, Rektorin Ingela Bruner von der Wiener Uni für Bodenkultur, wirft nach nur einem Jahr das Handtuch. Sie fühlt sich von den männlichen Kollegen trotz und wegen einer Krebs-Erkrankung hinaus gemobbt (siehe auch die Seiten 14/15).

    "Alles Gute". "Ich wünsche ihr auf diesem Weg alles Gute", sagt Heinisch-Hosek im Gespräch mit der Kleinen Zeitung: "So bedauerlich das ist, dass wir dieses Vorbild verlieren, freut es mich, dass es jetzt gelingt, die 40-Prozent-Frauenquote in allen Uni-Gremien durchzusetzen." Bisher waren die Rektorate und die quasi Aufsichtsräte der Hochschulen nicht an das Gleichbehandlungsgesetz gebunden. Demnächst wird Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) einen Gesetzesentwurf ausschicken, der diese Ausnahmeregelung aufhebt.

    "Nationaler Aktionsplan" Der breiten Masse, die nicht von einer Karriere als Wissenschaftlerin träumen kann, soll ein "Nationaler Aktionsplan" helfen. Die Sozialpartner - Wirtschafts- und Arbeiterkammer, Gewerkschaftsbund und Industriellenvereinigung - haben ein Papier vorgelegt, über dass nun verhandelt wird. Es enthält Vorschläge, wie man Rollenbilder ändert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erhöht, etwa ein Bekenntnis zum einkommensabhängigen Karenzgeld oder zu mehr Krippen. "Die Ideen sind gut, nun reden wir - auch mit meinen Ministerkollegen - darüber, wie wir sie finanzieren können."

    Keine Unsummen. Ein Vorschlag aus dem Sozialpartner-Papier, der keine Unsummen verschlingt: Auf einer Internet-Homepage wird ein Programm angeboten, mit dem jede ausrechnen kann, was für sie mit ihrer Ausbildung und Erfahrung in ihrer Branche ein angemessenes Gehalt wäre. "Wenn Frauen wissen, was sie wert sind, können sie erfolgreicher verhandeln", sagt Heinisch-Hosek. Dazu braucht es freilich die Bereitschaft der Unternehmen zu melden, wie viel sie wirklich bezahlen.

    Versprechen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer versprechen aber auch, selbst etwas zu tun und richten nicht nur fromme Wünsche an die Bundesregierung: Die Wirtschaft nimmt sich eine "ausgewogene Besetzung von Männern und Frauen" auch in den Führungsetagen vor, steht in dem Papier; alle Sozialpartner "wollen Vorbild sein in den eigenen Organisationen". Die Frauenministerin hofft: "Sie haben erkannt, dass die Frauen der Wirtschaft nicht entgehen dürfen. Sie wollen wirklich etwas ändern."

    EVA WEISSENBERGER

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    Frauenministerin Gabriele Heinisch-HosekFoto © APA

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