ÖVP-Parteitag: Freude über Ergebnis bei Stellvertretern
Sehr zufrieden haben Innenministerin Maria Fekter (V) und VP-Klubchef Karlheinz Kopf das Ergebnis der Wahl von Josef Pröll zum neuen ÖVP-Parteiobmann am Freitag beim Parteitag in Wels kommentiert.

Foto © APADer neugewählte ÖVP-Obmann Josef Pröll mit seinen Stellvertretern - Guenther Platter (L.), Maria Fekter, Johanna Mikl-Leitner und Karlheinz Kopf (R.)
Angesichts der kritischen Stimmung innerhalb der Partei
gegenüber dem Gang in die Koalition sei das Ergebnis ein sehr gutes,
so der Tenor der beiden neu gewählten Stellvertreter Prölls. Die
Besetzung des Generalsekretariats soll "in den nächsten Tagen"
feststehen, so Kopf.
"Mutig und korrekt". Er finde, dass es von Pröll "mutig und korrekt" gewesen sei, zu
sagen, er verbinde die Abstimmung über die Koalition mit der seiner
eigenen Wahl zum Parteiobmann, sagte Kopf gegenüber der APA. Pröll
habe als designierter Parteiobmann die Koalition ausverhandelt und
auch sofort erklärt, dass es ihn nur gemeinsam mit dem Regierungsteam
und dem Koalitionspakt zur Abstimmung gebe, so Kopf. "Bei der Skepsis
ist das ein tolles Ergebnis."
"Große Zustimmung". Fekter - neben Kopf, dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter
und der NÖ Landesrätin Johanna Mikl-Leitner eine der vier
Stellvertreter Prölls -argumentierte ähnlich. "Damit ist ja auch eine
sehr große Zustimmung zum Regieren insgesamt, auch zu den Inhalten
des Koalitionspakets gegeben", verwies auch die Innenministerin auf
die gemeinsame Abstimmung von Obmann und Regierungsprogramm.
Zufiedener Wirtschaftsminister. Zufrieden gab sich auch der künftige Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner: "Ich finde das ein ausgesprochen guten Ergebnis, das
die vorangegangene Diskussion natürlich in gewissem Ausmaß
widerspiegelt." Von einem "guten Auftrag" sprach auch
Staatssekretärin Christine Marek: "Die, die der Josef noch nicht
überzeugt hat, wird er überzeugen", meinte sie mit Blick auf das
Ergebnis von 89,6 Prozent.
Neuausrichtung. Die von Pröll angekündigte Neuausrichtung dürfte sich wohl an den
Ergebnissen der Perspektivengruppe orientieren. Kopf sieht die ÖVP
hier "auf einem guten Weg". Die Volkspartei habe sich ja auch schon
im Wahlkampf "die eine oder andere Abweichung vom Grundkurs
geleistet", sagte er auf die Frage, wohin die Reise gehen könnte. Ob
dies in einem neuen Parteiprogramm enden soll, sei offen, aber nicht
so wichtig - es gebe auch "modernere Formen". Wichtig sei, dass man
den Leuten Orientierung gebe, wofür die Partei steht. "Das muss an
den Taten der Bundespolitiker erkennbar sein".
Perspektivengruppe. Fekter verwies wie auch schon Pröll auf die Ergebnisse der
Perspektivengruppe. Ergebnis müsse sein, dass die ÖVP weg von einer
reinen Klientel- und Interessenspolitik hin zu einer Einbindung der
Bürger komme. Wichtig für die Neuorientierung ist laut Marek vor
allem eines: "Man muss sich wirklich Zeit nehmen für eine breite
Diskussion."












