Alle verzichten, nur Kdolsky will noch Geld
Keine Gehaltsfortzahlung für das Gros der Regierungsmitglieder: Gusenbauer verzichtet, die übrigen scheidende Regierungsmitglieder wechseln in neue Jobs oder ins Parlament. Nur Kdolsky will ihr Recht auf Gehaltsfortzahlungen sicher in Anspruch nehmen.

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Von den scheidenden Ministern des Kabinetts
Gusenbauer werden fast alle keine Gehaltsfortzahlungen erhalten.
Lediglich Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) wird die jedem
Regierungsmitglied laut Gesetz zustehende Weiterzahlung von 75
Prozent der Bezüge sicher in Anspruch nehmen - und zwar so lange, bis
sie einen neuen Job hat, erklärte ihre Pressesprecherin gegenüber der
APA. Offen ist, ob auch Staatssekretärin Christa Kranzl (S) ihr Recht
in Anspruch nimmt.
Gusenbauer verzichtet.
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) hatte ja bereits in seinem
letzten Ministerrat am Mittwoch angekündigt, er werde die ihm für ein
halbes Jahr zustehende Bezüge nicht in Anspruch zu nehmen: "Ich werde
der Republik nicht auf der Tasche liegen."
Neue Jobs.
Die übrigen Minister treten entweder unmittelbar nach ihrem
Ausscheiden aus der Regierung neue Jobs an oder wechseln in den
Nationalrat und haben damit keinen Anspruch. Sozialminister Erwin
Buchinger (S) hatte angekündigt, ins Arbeitsmarktservice in Wien zu
wechseln, Justizministerin Maria Berger (S) wird Mitte Dezember im
EU-Parlament angelobt. Der parteilose Außenamts-Staatssekretär Hans
Winkler geht in Pension.
Wechsel ins Parlament.
Die restlichen scheidenden Ressortchefs wechseln ins Parlament.
Sowohl Außenministerin Ursula Plassnik, Wirtschaftsminister Martin
Barteinstein als auch Wilhelm Molterer (alle V) nehmen ihr Mandat im
Nationalrat an. Molterer hatte zuletzt freilich angekündigt, er werde
sich "neu orientieren", auch Bartenstein sprach davon, neben seiner
parlamentarischen Arbeit einer Tätigkeit in der Wirtschaft nachgehen
zu wollen. Auf SPÖ-Seite wechseln Finanzstaatssekretär Christoph
Matznetter und Frauenministerin Heidrun Silhavy ins Parlament.
Features
Fakten
Laut Bezügegesetz steht scheidenden Regierungsmitgliedern sechs
Monate lang eine Fortzahlung von 75 Prozent ihres Bezugs zu -
zuzüglich der anteilmäßigen Berücksichtigung des 13. und 14. Gehalts
- damit bleiben die monatlichen Bezüge quasi gleich.
Der
Bundeskanzler bezieht derzeit 20.400 Euro brutto, der Vizekanzler
17.952 Euro. Minister erhalten 16.320 Euro, Staatssekretäre 14.688
Euro.
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Gusenbauer verzichtet auf sein GehaltFoto © APA












