Rot und Schwarz im Finale: Wie die neue Macht verteilt werden soll
Ende dieser Woche könnten die Koalitions-Verhandlungen bereits abgeschlossen sein. Wie wird die neue Regierung also aussehen?

Foto © APAKlar ist wohl, wer Kanzler wird: Werner Fymann
Die neue Regierung dürfte schon in der kommenden, spätestens aber in der übernächsten Woche stehen. Umso intensiver wird bereits Personal für die Minister- und Staatssekretärsposten gesucht. Bei der SPÖ zeichnen sich im Gegensatz zu der ÖVP bereits die ersten Konturen ab. Neu im Kabinett könnten ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer und Oberösterreichs SPÖ-Chef Erich Haider auftauchen.
Faymann wird Kanzler.
Klar ist, wer Kanzler wird, sollte die SPÖ ein Regierungsabkommen mit der ÖVP zusammenbringen. Parteichef Faymann wechselt vom Infrastrukturministerium auf den Ballhausplatz. Seinen Posten dürfte Bundesgeschäftsführerin Bures erhalten, freilich abgespeckt um die Forschungsagenden, die ins Wirtschaftsministerium wandern dürften.
Sozialministerium.
Dafür wird das Sozialministerium wieder um die Arbeitsagenden erweitert. Wer dieses Prestigeressort erhält, ist noch nicht endgültig fix. Klar ist, dass der bisherige Ressortchef Buchinger die Koffer wird packen müssen. Für ihn kommt wieder ein Gewerkschafter zum Zug, aller Wahrscheinlichkeit nach ÖGB-Chef Hundstorfer persönlich.
Justizministerium an ÖVP.
Auch die Gesundheitsagenden dürften diesmal der SPÖ zufallen. Betreuen würde sie der oberösterreichische Landeschef Erich Haider. Abschied nehmen muss im Gegenzug vermutlich Maria Berger, die mit der einflussreichen Bundesgeschäftsführerin Bures nicht im besten Einvernehmen steht. Das Justizministerium geht nach derzeitigem Stand an die ÖVP.
Unterrichtsministerium.
Das Unterrichtsministerium wird weiter bei Claudia Schmied bleiben, die Faymann auch gerne im Finanzressort gesehen hätte, das aber die Volkspartei behalten dürfte. Noch unklar ist, wer neue Frauenministerin wird.
Fixstarter bei der ÖVP.
Bei der ÖVP ist noch vieles unklar, weil sich Parteichef Pröll noch nicht auf ein Ministerium festgelegt hat, das er als Vizekanzler leiten möchte. Als Fixstarter gelten jedenfalls Wissenschaftsminister Hahn, Innenministerin Fekter und Staatssekretärin Christine Marek, die zu Minister-Ehren kommen könnte. Außerdem soll Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf entweder zum ÖVP-Klubobmann im Parlament aufsteigen oder ein Ministeramt übernehmen. Die genaue Ressortverteilung wird letztlich davon abhängen, welches Ressort Parteichef Pröll übernimmt.














