BZÖ sammelt 8.000 Stimmen für "Preisstopp-Volksbegehren"
8.000 nötige Unterschriften zur Einleitung eines Volsbegehrens wurden vom BZÖ gesammelt.
Wenige Stunden nachdem das BZÖ einem Antrag auf
Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel im Parlament nicht
gefolgt ist, hat das Bündnis die 8.000 nötigen Unterschriften zur
Einleitung des "Preisstopp-Volksbegehrens" präsentiert. Eine
Forderung: die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Mit dem
Volksbegehren wolle man sicherstellen, dass das Thema Teuerung auch
nach dem Wahlsonntag am Tapet bleibe, erklärte BZÖ-Generalsekretär
Stefan Petzner am Donnerstag vor Journalisten.
SPÖ Antrag (nicht) abgelehnt.
Im Nationalrat habe man dem Antrag der SPÖ auf Senkung der
Mehrwertsteuer nicht folgen könne, da die "Rechtssicherheit nicht
gegeben" sei, wurde bekräftigt. "Wir würden gegen geltendes EU-Recht
verstoßen", sagte Petzner, beeilte sich gleichzeitig aber zu betonen,
dass das BZÖ grundsätzlich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf
Lebensmittel sei. Man habe den SPÖ-Antrag im Nationalrat auch nur an
den Ausschuss zurückverwiesen und damit nicht beschlossen, ihn jedoch
nicht abgelehnt, heißt es in einer Aussendung der APA.
Marathonsitzung.
Zudem seien in der Marathonsitzung einige Forderungen des
Volksbegehrens durchgesetzt worden. So sei etwa die amtliche
Preisregelung bei Sprit, die Mehrwertsteuersenkung für Medikamente
und eine gerechte Pensionserhöhung beschlossen worden, meinte
Petzner.
"Thema geht weiter".
"Trotz des Wahlkampfgetümmels haben wir viel umgesetzt", erklärte
auch Bündnischef Jörg Haider. Der an den Ausschuss zurückverwiesene
SPÖ-Antrag würde zwar mit dem Ende der Legislaturperiode verfallen.
"Das Volksbegehren garantiert aber, dass es mit dem Thema
weitergeht", sagte der BZÖ-Spitzenkandidat.
Mögliche Koalition.
Über mögliche Koalitionsbeteiligungen nach der Wahl wollte Haider
nicht spekulieren. "Wir haben niemanden ausgegrenzt", sagt der
BZÖ-Politiker. "Ich bin mir aber sicher, dass Werner Faymann (Anm.,
SPÖ-Spitzenkandidat) seine These - nicht mit dem BZÖ und der FPÖ
zusammenarbeiten zu wollen - nach der Wahl nicht aufrechterhalten
kann", meinte Haider.












