Elefantenrunde auf Puls4 mit Schwerpunkt Teuerung
Maßnahmen gegen die Teuerung standen Mittwoch abend in der sogenannten "Elefantenrunde" der Spitzenkandidaten auf "Puls4" im Mittelpunkt der zweistündigen Diskussion.

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Nicht vertreten war
SPÖ-Chef Werner Faymann, der sich auf Wahlkampftour befand. Neben
ÖVP-Obmann Wilhelm Molterer, Grünen-Bundessprecher Alexander Van der
Bellen, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und BZÖ-Spitzenkandidat Jörg
Haider war auch LIF-Spitzenkandidatin Heide Schmidt vertreten. In der
großteils ruhig geführten Debatte, bei der Fragen des Publikums bzw.
per Video von Österreichern eingeblendet wurden, bekräftigten die
Politiker ihre Haltung zu den Themen Ausländer, Arbeitsmarkt,
Pensionen, Familie, Klimawandel und EU.
Mehrwertsteuer-Senkung.
Zur Sprache kam einmal mehr die von der SPÖ sowie von FPÖ und BZÖ
gewollte Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Molterer
betonte, dass eine derartige Maßnahme "vollkommen falsch" sei. "Das
kostet viel Geld und hilft nicht, ist sauteuer und wirkt nicht". Van
der Bellen bezeichnete eine rasche Abgabensenkung als Gebot der
Stunde. Diese könnte schon 2009 greifen, wobei er der SPÖ vorwarf,
von diesem Termin abgegangen zu sein. Strache will neben der
Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel ein Senkung des
Lohnsteuersatzes, Haider will einen Teuerungsausgleich für
Einkommensschwächere und die Einführung von Billigdieseltankstellen.
Schmidt trat für eine Anpassung der Tarife ein, die seit 20 Jahre
unverändert seien.
Mineralölsteuer.
Uneinigkeit gab es erwartungsgemäß auch bei einer von blau und
orange präferierten Senkung der Mineralölsteuer. Molterer erklärte
ebenso wie Van der Bellen, dass dies eine falsche Antwort wäre. Es
würde den Tanktourismus fördern und dann gebe es noch mehr
Zukunftsprobleme. Vielmehr trat Molterer für das Österreich-Ticket
ein, mit dem man um 125 Euro monatlich alle öffentlichen
Verkehrsmittel benützen können solle. Van der Bellen sprach sich für
spezifische Hilfen für Pendler aus. Eine Mineralölsteuersenkung würde
nur den Ölscheichs nützen. Haider widersprach und meinte, die
Argumentation sei absurd, weil man dann 100 Prozent Steuern einheben
müsste, damit niemand mehr die Treibstoffpreise anhebe. Strache
merkte an, der Finanzminister habe von der Erhöhung der
Mineralölsteuer um 700 Millionen Europ rofitiert, dieses Geld solle
man den Bürgern zurückgeben. Schmidt merkte an, es sei nicht der
richtige Weg, Autofahren billiger zu machen, obwohl man natürlich
Pendler und jene, die den Pkw brauchten, entlasten müsse.












